Wie übersetzt man ein Epos aus Persien in aktuelle Kunst? Katia Kameli zeigt es in der Ifa-Galerie. Und im Württembergischen Kunstverein dreht sich alles um Nähe und Distanz.
Die Vorfreude ist berechtigt: Die Künstlerin Katia Kameli bereitet in der Ifa-Galerie ihre Schau „Das Hohelied der Vögel“ vor. Und im Württembergischen Kunstverein dreht sich alles um Nähe und Distanz. Die Galerie Abtart fördert junge Kunst – und Simon Herkner legt starke Seiten vor.
„Unberührt Berührt“ im Kunstverein
Noch sind Schulferien – schon eröffnet der Württembergische Kunstverein Stuttgart eine neue Ausstellung. „Unberührt Berührt“ ist die diesjährige Schau der Künstlermitglieder des Kunstvereins betitelt. Am Freitag um 19 Uhr eröffnet, ist die Ausstellung, die mit 250 Werken Möglichkeiten von Nähe und Distanz befragt, bis zum 1. Oktober zu sehen.
Faissts Bildwelt im KulturKiosk
„Motive, die in der Alltagswelt, der sie entstammen vielfach präsent sind, beliebig scheinen, erhalten durch die Übersetzung in die Malerei neue Aufmerksamkeit“, schreibt Annika Theyssen über die Bilder von Marco Faisst. Zu sehen im Kultur Kiosk (Lazarettstraße 5) – an diesem Samstag von 14 Uhr an.
Vom Kind in der Kunst
Kunstvermittlung gibt es reichlich – da haben es scheinbar kleine Themen schwer. Ein Grund mehr, an diesem Sonntag, 3. September, dem Programm „Das Kind in der Kunst – leise Bilderzählungen, die berühren“ in der Staatsgalerie Stuttgart zu folgen. Die Führung mit Linda Jentzsch beginnt um 11 Uhr. Treffpunkt ist im Foyer des Stirling-Baus. Kosten: 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).
Katia Kameli in der Ifa-Galerie
Unbedingt vormerken sollte man sich die Schau „Das Hohelied der Vögel“ mit Werken von Katia Kameli in der Galerie des Instituts für Auslandsbeziehungen (Charlottenplatz). Von 8. September an zu sehen, thematisiert die Schau auch das Epos „Die Konferenz der Vögel“ des sufischen Dichters Farîd-ud-Dîn Attâr (12. Jahrhundert, Persien). Eröffnet wird „Das Hohelied der Vögel“ am kommenden Donnerstag, 7. September, um 19 Uhr.
Stöhrer-Preisträger bei Abtart
Bereits einen Abend zuvor, am Mittwoch, 6. September (19.30 Uhr), eröffnet die Galerie Abtart in Stuttgart-Möhringen (Rembrandtstraße 18) in ihrem Studio 57a eine Schau mit Werken von Studierenden der Stuttgarter Akademie. Anlass ist die Vergabe des Walter-Stöhrer-Preises für Grafik. Zu sehen: Arbeiten der Preisträgerin Stefanie Fleischhauer sowie der mit Anerkennungen bedachten Hendrik Fleck, Lena Mai Merle und Lucie Wagner. Zur Eröffnung spricht der Stuttgarter Kunstvermittler Tobias Wall.
Simon Herkners starke Seiten
Der 1986 geborene Stuttgarter Konzeptkünstler Simon Herkner steht nicht im Kunst-Scheinwerferlicht, sein Schaffen aber hat Gewicht. Davon überzeugen kann man sich jetzt auch in Buchform. Eben fertig geworden, wird der Band „Simon Herkner – Soultan“ am 15. September um 18 Uhr in prominentem Rahmen präsentiert – anlässlich der Eröffnung der Schau „Stephen Willats. An Introspective“ in der Galerie Elisabeth und Reinhard Hauff (Paulinenstraße 47).