Der Kunstrasenplatz in Dotternhausen wird 2026 saniert. Das Gummigranulat verschwindet, eine umweltfreundlichere Lösung wird verfüllt.
Mehrfach wurde darüber bereits gesprochen, dass der Kunstrasenplatz und Geläuf des SV Dotternhausen saniert werden muss. In der jüngsten Sitzung machte der Gemeinderat einen Haken an die Sache – nachdem ein Bürger mit Fachexpertise einen umfassenden Einblick gab.
Markus Stauß begleitete bereits die Sanierungspläne für den Kunstrasenplatz in Balingen. Nun stand er für Fragen und Anmerkungen aus dem Gremium in Dotternhausen zur Verfügung. Für alle wohl eine der wichtigsten Nachrichten: Die Sanierung wird lange nicht so intensiv und teuer wie in der benachbarten Kreisstadt.
Empfehlung: Granulat komplett austauschen
„In Balingen muss der Rasen samt Untergrund neu gemacht werden. Bei uns in Dotterhausen wird hingegen nur das Granulat abgetragen und neu verfüllt“, erklärte Stauß in der Sitzung.
Fraglich war vorab aber noch, ob dies nur partiell geschieht oder über die gesamte Fläche des Platzes. Sowohl die Verwaltung als auch Stauß empfahlen das Granulat komplett auszutauschen.
„Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Verklebung des bisherigen Gummigranulats ihren Lauf nehmen wird. Aktuell ist diese stellenweise festzustellen, aber das wird sich bald auf den gesamten Platz ausdehnen“, prognostizierte Stauß.
Bereits seit Längerem klagen die Kicker über den Zustand des Feldes: Das Granulat verklumpt, es klebt teilweise zentimeterhoch an den Sohlen der Kickschuhe und ist nur schwer abzukommen.
Verklebung soll dann vorbei sein
Laut Stauß hängt dieses Phänomen mit ganz bestimmten Wetterverhältnissen zusammen: „Bei einer bestimmten Kombination aus Temperatur, UV-Strahlung und Feuchtigkeit verschmilzt das Granulat und verklebt.“ Das Ergebnis müssen die Fußballer dann aus den Schuhen kratzen.
Für rund 45 000 Euro abzüglich Fördermittel wird das Gummigranulat im Frühjahr 2026 abgetragen und mit einem umweltfreundlicheren Korkgranulat ausgetauscht. Das Phänomen der Verklebung soll damit der Vergangenheit angehören.
Aber wie viel Erfahrung habe man mit dieser Verfüllung bislang machen können, fragte Wolfgang Wochner den Experten. Dieser räumte ein, dass die Erfahrungswerte bislang tatsächlich gering seien.
Man habe aber mit der TSG Balingen bereits Untergründe getestet und komme zum Ergebnis, dass dieser Stoff aktuell die beste Variante sei, so Stauß.
Gemeinderat stimmt einstimmig für Sanierung
Auch beim Thema Bespielbarkeit kamen Fragen auf: „Wir sollten die Kicker selbst fragen, die müssen am Ende darauf spielen und sollten mit dem Rasen zufrieden sein“, merkte Andreas Gerg an.
Mit dem SV sei man natürlich im Austausch gewesen. Da kam man zum Schluss, dass die Bespielbarkeit sowie das Ballverhalten quasi identisch sind – egal ob Gummi oder Kork. Auch die Kicker der TSG Balingen kamen wohl zu diesem Urteil und sind zufrieden mit der Korkvariante.
Am Ende stimmten die Räte einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zu. In rund einem halben Jahr soll der Kunstrasen das neue Granulat bekommen.