Dass die Tore auf dem Kunstrasenplatz des FC Egenhausen abgeschlossen wurden, sorgt bei Nachwuchskickern für Verdruss.
Der Kunstrasenplatz des FC Egenhausen beschäftigt weiterhin die Gemüter. Einwohner der angrenzenden Siedlung hatten sich wiederholt über die davon ausgehende Lärmbelästigung – besonders am späten Abend – beschwert. Bürgermeister Sven Holder setzte sich daraufhin mit dem Verein in Verbindung. Ein Plakat mit den öffentlichen Nutzungszeiten wurde aufgehängt. Außerdem hat man die Fußballtore verschlossen.
Damit ist allerdings die Jugend des Fußballclubs nicht einverstanden. Der Fußball-Nachwuchs organisierte eine Unterschriftensammlung mit der Forderung, den Platz und die Tore wieder zu öffnen. Eine Handvoll von ihnen erschien in der jüngsten Sitzung. „Fußball ohne Torschuss macht keinen Spaß“, erklärte eine Vereinssprecherin und bat darum, den alten Zustand wiederherzustellen.
Sie könne verstehen, dass sich Anwohner bei übergroßem Lärm, besonders am späten Abend, gestört fühlten. Manchmal habe sie aber das Gefühl, dass Kinder generell stören. „Waren wird nicht alle mal jung?“, rief sie den Gemeinderäten zu. Egenhausen bezeichne sich mit Recht als familien- und kinderfreundliche Kommune. Diesen Ruf solle man nicht verspielen, sondern Nachsicht üben und Verständnis zeigen.
Gemeinde steht zu ihrem Engagement
Bei der Beschwerde sei es nicht darum gegangen, die Tore zu verschließen, sondern um den Schutz vor übermäßigem Krach und die Einhaltung von Regeln, meldete sich Silvia Lehmann von der Interessenvertretung Siedlung zu Wort. Das habe man dem FC-Vorsitzenden Benjamin Finis auch zu verstehen gegeben.
Die Gemeinde habe sich am Bau des Kunstrasenplatzes als Alternative zum Spielplatz beteiligt und stehe zu ihrem Engagement, schaltete sich der Bürgermeister ein. Letztlich gehe es nur darum, dass sich alle an die Vorschriften halten, was bei einer Gruppe Jugendlicher nicht der Fall gewesen sei und Verärgerung ausgelöst habe. Holder sprach sich dafür aus, die Fußballtore wieder aufzuschließen – auch und gerade wegen der beginnenden Ferienzeit.