Jonas Beiter, Philipp-Thies Rapp und Linus Weber (von links) zeigten beim 3. German Masters in Mainz starke Leistungen Foto: Maute

Der Vize-Weltmeister aus Tailfingen vertritt Deutschland bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Göppingen. Jonas Beiter wird Ersatzfahrer.

Mit zwei Siegen beim 3. German Masters in Mainz-Ebersheim hat Philipp-Thies Rapp die WM-Qualifikation klar für sich entschieden und wird bei den Hallenrad-Weltmeisterschaften Anfang November in Göppingen als Favorit im 1-er der Herren an den Start gehen. Zweiter deutscher Fahrer bei der WM wird Linus Weber (SV Kirchdorf) sein; als Ersatzfahrer ist Jonas Beiter vom RV Trillfingen mit von der Partie.

 

Beiter stellt zwei neue persönliche Bestleistungen auf

„Wir sind zufrieden“, sagt Bundestrainer Dieter Maute, der auch Rapps Vereinstrainer beim RSV Tailfingen ist. Fürwahr, sorgte doch sein Schützling mit 206,19 ausgefahrenen Punkten von 214,90, dass die WM-Quali bereits nach dem fünften Durchgang entschieden war. Mit dieser Punktzahl verwies der Tailfinger seine Konkurrenten Weber (194,67) und Beiter, der mit 190,31 Punkten eine neue persönliches Bestleistung aufstellte, auf die Plätze zwei und drei, die ebenfalls zum sechsten Durchgang im Finale berechtigten.

Auch im Finale hatte Rapp mit 207,52 Punkten die Nase vorn vor Beiter, der mit 196, 54 seine Bestleistung erneut verbesserte, und Weber (183,63).

„Sind auf dem richtigen Weg“

„Philipp ist zweimal gut gefahren. Es waren ein paar Kleinigkeiten drin, aber letztendlich hat er gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt gilt es, das Finale des Saison anzugehen“, sagt Bundestrainer Maute. Erster Saison-Höhepunkt werden die Deutschen Meisterschaften am 17. Oktober in der Merkur-Arena in Lübbecke sein; danach folgen vom 7. bis 9. November die Hallenrad-Weltmeisterschaften in Göppingen.

„Die Baustelle Drehsprung ist noch nicht weg“

Als positiv vermerkt Maute, „dass der Umgang mit dem fünffachen Drehsprung deutlich besser war, als bei den Wettkämpfen davor. Philipp hatte deutlich weniger Schwierigkeiten und die Verunsicherung, die er in den Wochen zuvor gezeigt hatte, abgelegt. Er hat gezeigt, dass er gut damit umgehen kann. Daran werden wir auch in den kommenden Wochen weiter arbeiten, damit Philipp mit dem nötigen Selbstvertrauen die Aufgaben angehen kann. In Mainz hat er bereits einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, lobt Maute. „Diese Baustelle Drehsprung ist noch nicht weg. Aber wir sind im Umgang damit deutlich nach vorne bekommen. Jetzt heißt es, dran zu bleiben.“

Beiter fährt im Finale blitzsaubere Kür

Dran bleiben, lautet die Devise auch für den Trillfinger Jonas Beiter, der in Mainz seine beiden besten Saisonauftritte zeigte. „Jonas hat richtig zugelegt und zweimal persönliche Bestleistung gefahren. Endlich konnte er die Fortschritte, die er im Training gemacht hat, auch in den Wettkampf umsetzen. Er ist im Finale eine blitzsaubere Kür gefahren“. lobt der Bundestrainer.

Diese Leistungen gilt es nun für den Trillfinger, bei den Deutschen Meisterschaften in Lübbecke zu bestätigen. „Ich denke, er wird dort im Kampf um das Erreichen des Finales und um die Medaillen mitkämpfen wollen“, sagt Bundestrainer Maute, der Beiter durchaus zutraut, bei der DM dann Edelmetal zu holen.