Der Trillfinger Kunstradfahrer belegte bei seinem Debüt für die Nationalmannschaft in Hongkong den zweiten Platz hinter Weltmeister Lukas Kohl.
Erstmals vertrat der 21-jährige Physikstudent die deutschen Farben zusammen mit Weltmeister Lukas Kohl (RMSC Concordia Kirchehrenbach) und Simon Köcher (RSV Öschelbronn) im Einer der Männer beim dritten Weltcup in der chinesischen Metropole Honkong – und dies mit Erfolg: Denn am Standen für den Fahrer des RV Trillfingen Rang zwei und mit 180,75 ausgefahrenen Punkten eine neue persönliche Bestleistung zu Buche.
Beiter trotzt den Bedingungen
„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Trainerin und Mutter Claudia Beiter, die den Auftritt ihres Sohnes am Sonntagnachmittag per Livestream mit verfolgte. „Die Umstände waren nicht einfach“, sagt die Trainerin. Da waren zum Einen die Temperaturwechsel – im Sommer herrschen Temperaturen zwischen 28 und 33 Grad bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit, die Halle indes war klimatisiert. „Das war ein sehr großer Unterschied, und wir sind das in Deutschland auch nicht so gewohnt. Das hat auch für Müdigkeit gesorgt“, sagt Jonas Beiter, der mit seinen Teamkollegen bereits eine Woche vorher angereist war, um sich zu akklimatisieren.
Sturz beim Einfahren
Hinzu kam für den Trillfinger noch ein Sturz im Training beim Einfahren am Freitag, von dem ein schmerzhafter blauer Fleck am Fuß zurück blieb. „Deshalb bin ich froh, dass im Wettkampf mein Programm durchgelaufen ist“, sagt Beiter, der vor dem Wettkampf sein Programm noch etwas ummeldete: vom zweifachen zum einfachen Drehsprung, um keine Abzüge bei einem Absteiger zu erhalten.
Rang zwei mit neuer Bestleistung
Dies zahlte sich aus: Von 195,70 aufgestellten Punkten blieben für Beiter am Ende 180,75 Zähler übrig und Rang zwei hinter Weltmeister (208,43), der dieses Mal auch nicht ungeschoren davon kam und ebenso einen Sturz zu verzeichnen hatte, wie Köcher, der bei der Wechselrunde vom Sattellenkerhandstand einen Absteiger zu verzeichnen hatte und so auf 173,74 ausgefahrene von 197,20 aufgestellten Punkte kam. Dennoch reichte dies für den Öschelbronner zu Rang drei und dem kompletten deutschen Triumph auf dem Siegerpodest.
Ticket für das Weltcup-Finale ist fix
Die starke Platzierung hat für Jonas Beiter einen positiven Nebeneffekt: Als Achter der Weltcup-Gesamtwertung ist der damit für das Weltcup-Finale am 2. November im schweizerischen Oberbüren ebenso qualifiziert, wie der Führende Kohl, Köcher und Vize-Weltmeister Philipp-Thies Rapp vom RSV Tailfingen, der aus Studiengründen auf den Trip nach Asien verzichtet hatte und so in der Gesamtwertung noch auf den fünften Rang abrutschte.
Viele neue Erfahrungen gesammelt
Neben dem sportlichen Erfolg nahm der 21-Jährige aber viele andere Erfahrungen mit. „Die Organisation war wirklich herausragend. Wir hatten ein Trainingscamp, in dem wir morgens trainieren konnten. Nachmittags gab es die Möglichkeit zum Sightseeing“, sagt Beiter, für den auch der Kontakt mit Sportlern aus anderen Nationen, vor allem denen aus Asien, ein besonderes Erlebnis war. „Alle war sehr nett und freundlich und sagten: „See you in Bremen.“ Dort finden in diesem Jahr vom 25. bis 27. Oktober die Hallenradsport-Weltmeisterschaften statt.
Als nächstes wartet das German Masters
Doch nun heißt es für Beiter, der bereits am Sonntag direkt nach dem Wettkampf in Hongkong wieder die Heimreise in Richtung Deutschland antrat, nun schnell wieder in den Alltag zu finden. Denn bereits am 24. August steigt in Bad Salzuflen des erste German Masters