Viele Emotionen im Spiel waren beim UCI-Weltcup-Finale der Kunstradfahrer in Erlenbach im Spiel. Denn für den Tailfinger Max Maute war es der letzte Wettkampf seiner Karriere.
Der amtierende Weltmeister Lukas Kohl (Concordia Kirchehrenbach) stand schon vor dem finalen Wettbewerb als Weltcupsieger fest und holte sich auch mit 209,65 Punkten den Tagessieg. Dahinter kämpften Marcel Jüngling (RRV Dornheim) und Maute um Rang zwei in der Gesamtwertung. Jüngling hatte vor dem letzten Wettkampf einen knappen Vorsprung und verteidigte diesen auch mit 195,64 Zählern vor dem Tailfinger, dessen Programm nicht ganz so gut lief, und der es auf 176,71 Punkte brachte.
Doch das wurde schnell zur Nebensache, als Max Maute danach erklärte, dass dies der letzte Wettkampf seiner Karriere gewesen ist. Das Publikum würdigte ihn mit Standing Ovations, und seine Sportkollegen hielten spontan eine Dankesrede.
"Das war schon sehr emotional", sagt Bundestrainer Dieter Maute, der Vater von Max Maute. "Natürlich ist es nicht perfekt gelaufen. Aber Max war ja auch direkt nach den Deutschen Meisterschaften krank, da war keine optimale Vorbereitung möglich. Hinzu kam noch diese ganz spezielle Situation. Doch Platz drei in der Weltcup-Gesamtwertung ist ein versöhnlicher Abschluss."
Max Maute hatte sich schon vor dem Weltcup-Finale entschieden, das Kunstrad an den Nagel zu hängen und sich nun ganz seiner Karriere zu widmen. Der 24-Jährige, dessen größter sportlicher Erfolg der Vize-Weltmeistertitel 2012 war, hat bereits zwei Start-Ups gegründet und vor einem halben Jahr seinen Lebensmittelpunkt vom Süden zu seiner Lebensgefährtin in der Nähe von Bremen verlegt. "Das hat es natürlich schwierig gemacht, alles organisatorisch unter einen Hut zu bringen", kann Bundestrainer Dieter Maute die Entscheidung seines Sohnes nachvollziehen. "Ich bin absolut stolz darauf, was Max in seiner Karriere geleistet hat. Es waren 18 schöne Jahre, in denen er nicht sportlich, sondern auch in anderen Bereichen viel mitnehmen konnte."