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Kunstrad David Mayer stellt sein Sportgerät in die Ecke

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David Mayer. Foto: Kara

Der RSV Tailfingen verliert eines seiner Talente im Kunstradfahren. David Mayer hat sich dazu entschlossen, seine Karriere im Alter von 18 Jahren zu beenden.

Trainer Dieter Maute bedauert den Schritt. "Er hätte das Potenzial gehabt, in die Weltspitze zu kommen, wenn er Vollgas gegeben hätte", sagt der RSV- und Bundestrainer. Doch David Mayer will auf dem Kunstrad nicht mehr Vollgas geben.

"Ich habe mir schon Ende des letzten Jahres Gedanken darüber gemacht, ob mir das Kunstradfahren noch so viel Spaß macht, wie es auf meinem Niveau sein müsste, zumal zwölf Stunden Training pro Woche sehr zeitaufwendig sind. Gereift ist die Entscheidung aufzuhören in den vergangenen Wochen. Mir fehlen die Motivation und die klaren Ziele, obwohl ich in meiner Altersklasse vorne mit dabei war", sagt David Mayer. "Diese Entscheidung muss ich akzeptieren. In unserer Sportart spielt der intrinsische Antrieb eine bedeutende Rolle. Auf diesem Niveau gilt nur ganz oder gar nicht", so RSV-CoachMaute. Mit sechs Jahren kletterte David Mayer zum ersten Mal aufs Kunstrad, er hatte Talent, blieb dabei und so stellten sich auch die Erfolge ein.

"Die Highlights für mich waren die beiden Bronzemedaillen bei Deutschen Junioren-Meisterschaften, dass ich in die Junioren-Nationalmannschaft aufgenommen worden bin und mit der nach Japan gereist bin", sagt Mayer. Die Zeit als Kunstradfahrer will er nicht missen. "Die Zeit war auf keinen Fall verschwendet. Sie hat mich geprägt, ich habe mich weiter entwickelt und viele Dinge fürs Leben gelernt. Etwa, wie man mit Rückschlägen und Momenten, in denen es nicht gut läuft, umgeht. Außerdem habe ich viele Freundschaften geschlossen, egal ob im Verein oder mit Konkurrenten. Was mir am Kunstradfahren immer gefallen hat, war dass es unter Konkurrenten keine Missgunst gibt und man sich auch gegenseitig unterstützt.

Ambitionen, nun eine andere Sportart intensiv zu betreiben hat der 18-Jährige nicht. "Ich will mich allgemein fit halten. Und eins ist auch klar, den Handstand werde ich auf jeden Fall weiterhin trainieren. Den möchte ich nämlich nicht verlernen", sagt Mayer und lacht.

Klappt’s in Albstadt mit dem Weltcup-Finale?

Ob das Weltcupfinale der Kunstradfahrer im November in der Zollern-Alb-Halle angesichts der Corona-Krise stattfinden kann, ist noch unklar. "Das Konzept steht, es ist alles vorbereitet, es hat aber keinen Sinn loszulegen. Wir werden spätestens im September darüber entscheiden", sagt Dieter Maute. "Ohne Zuschauer werden wir es nicht ausrichten. Ich habe aber die Hoffnung, dass Albstadt in diesem Jahr doch noch Sport der Weltspitze sehen kann."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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