Galerist Walter Meinlschmidt (rechts) begrüßt den renommierten Künstler James Francis Gill. Foto: Galerie Meinlschmidt

James Francis Gill präsentiert seine Ausstellung „Marilyn Monroe Paintings“. Eine Video-Dokumentation zeigt zudem kunsthistorischen Geschehnisse auf.

Der Künstler James Francis Gill hat kürzlich im Kunsthaus Balingen seine Ausstellung „Marilyn Monroe Paintings“ präsentiert. Der 89-Jährige kehrte nach seiner Ausstellung bei der Galerie Meinlschmidt damals im Hauptwasen im Jahr 2016 mit einer Retrospektive seiner Marilyn Monroe Werke zurück.

Die Ausstellungsreihe „James Francis Gill – Marilyn Monroe Paintings“ zeigt Unikate und Serigrafien des amerikanischen Künstlers. Parallel erschien ein 564-seitiges Werkverzeichnis in Form eines Coffee Table Books, welches Gills künstlerisches Lebenswerk an Arbeiten von Marilyn Monroe von 1962 an bis heute umfasst.

An den beiden Vernissage-Abenden vor Kurzem hatten die Gäste die Chance, seine Werke handsignieren zu lassen, zu kaufen und ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen.

Video-Dokumentation wird gezeigt

Zudem wurde eine neue Video-Dokumentation gezeigt, welche die kunsthistorischen Geschehnisse kurz nach dem Tod der Schauspielerin in den Fokus nimmt. Unter anderem wird dabei beleuchtet, wie der Gründungsdirektor des Museum of Modern Art, Alfred H. Barr, im Jahr 1962 darum kämpfte, das Marilyn Triptych von James Francis Gill in die Sammlung aufnehmen zu können und wie es letztendlich zusammen mit Andy Warhols Gold Marilyn erstmals im Moma der Öffentlichkeit gezeigt werden konnte.

Bilder von Marilyn Monroe Foto: Galerie Meinlschmidt

„‚James Francis Gill – Marilyn Monroe Paintings‘ geht zurück an die Anfänge der amerikanischen Pop Art im Jahr 1962 und beweist, dass Gill es über 60 Jahre später in seinem Spätwerk schafft, Marilyn Monroe immer noch authentisch als eine der prägenden Kunstikonen unserer Zeit darzustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Als jungen Künstler hat es James Francis Gill nach Los Angeles gelockt

James Francis Gill wurde 1934 in Tahoka, Texas, geboren, wo er heute lebt und arbeitet. Gill gilt in der Fachliteratur als bedeutender Mitbegründer der Pop-Art und ist einer der letzten noch lebenden Künstler dieser Bewegung.

1961 und 1962 studierte Gill mit Hilfe eines Stipendiums an der Universität von Texas in Austin Malerei. Als jungen Künstler zog es ihn nach Los Angeles, wo er auf Felix Landau traf. Landau war einer der angesehensten Kunsthändler seiner Zeit. Er erkannte in Gills Arbeiten Einflüsse von Gustav Klimt, Egon Schiele und Francis Bacon, mit denen er zu dieser Zeit handelte.

Zu Marilyn Monroe hat James Gill eine besondere Beziehung. Kurz nach dem Tod der Ikone im Jahr 1962 nahm das Museum of Modern Art, New York Gills Gemälde „Marilyn Triptych“ in die ständige Sammlung auf. Dies war der Durchbruch von James Gill auf dem Kunstmarkt.