Von der selbstgenähten Tasche bis zur selbstgesiedeten Seife gab es beim Kunsthandwerksmarkt im Kesselhaus in Friedlingen ein großes Angebot. Foto: Anita Indri-Werner

Wer auf der Suche nach etwas Besonderem ist, wird beim Kunsthandwerksmarkt im Kesselhaus fündig. Er fand zum 32. Mal statt.

Wenn sich alljährlich eine große Schar begeisterter Bummler und Käufer im und rund um das Weiler Kesselhaus einfindet, dann ist wieder Kunsthandwerksmarkt.

 

Bereits zum 32. Mal hat der Verein Kulturzentrum Kesselhaus das Traditionsevent in dem schmucken Weiler Industriedenkmal im Stadtteil Friedlingen organisiert.

Es gab viel zu sehen: Dass die Zusammenkunft der Kunsthandwerksfans den Ausstellenden mindestens so lieb und teuer ist wie den Besuchern, konnte man allein schon an den liebevoll gestalteten Ständen feststellen.

Sie erfreuten sowohl Liebhaber schöner Geschenkideen wie auch Menschen, die einfach die schöne Markt-Atmosphäre genießen wollen, mit einer großen, sehr kreativen Angebotsvielfalt selbstgefertigter Dinge.

Schön gestaltetes Schreibzeug aus selbstgeschöpftem Papier der Kaiserslauterer Papierkünstlerin Astrid Haas war ebenso zu finden wie Objekte aus Glas von Britta Schmidhauser aus Hertingen oder feine Seifen aus Eselsmilch von Michaele Behringer vom Eselhof in Utzenfeld.

Wieder Neues im Angebot

Oberbürgermeisterin Diana Stöcker hob bei der Eröffnung die außerordentliche Vielfalt der Beiträge hervor. Organisatorin Eveline Günther-Thietke, die den Markt zusammen mit Herta Klein und Elke Willke wieder organisiert hat, habe erneut einen guten Spürsinn bewiesen, lobte sie.

Seifen aus Eselsmilch gab es in vielen Formen und Duftvarianten. Foto: Anita Indri-Werner

Sieben neue Aussteller, welche das Team rund ums Jahr auf anderen Märkten ausfindig macht, waren in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei – etwa Anna Maria Busch mit ihren Woll-Objekten oder Diana Jimenez, die im benachbarten Basel angesagte Armbänder aus Makramee herstellt.

Seidenspinnerei und Korbflechten

Schon ein Stammgast ist Daniel Schenk, der in Niederweiler bei Müllheim eine Flechtwerkstatt betreibt und jede sich bietende Gelegenheit nutzt, sein altes Handwerk wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Wo sonst könnte man heute noch einem Korbflechter beim geschickten Hantieren mit den getrockneten Weidenzweigen über die Schulter schauen?

Am Spinnrad Foto: Anita Indri-Werner

Eine Frau zeigte am Spinnrad, wie Wolle gesponnen wird. Fasziniert schauten die Besucher zu, wie sie flink und routiniert den Faden durch ihre Finger laufen lässt.

Aus Holz handwerklich gefertigt fanden sich in den Auslagen edle Taschenmesser, Schalen oder Reiben. Die Fertigung der Unikate war immer wieder Thema an den unterschiedlichen Verkaufsständen.

Für die Stärkung zwischendurch war bestens gesorgt: Im Kulturcafé bewirtete Katja Jellinghaus mit ihrem Catering-Service. Schüler boten herrlich duftende Waffeln an, und die beiden Weiler mobilen Gastronomen David Vanesse mit seiner „Pfannkucherei“ und Basti Feifel mit der „Centrale del Caffè“ ergänzten das kulinarische Angebot.

Märchenerzählerinnen treten auf

Kinder waren bestens aufgehoben bei Brigitte Wittkämper und Herta Klein. Joachim Kempf führte Interessierte über das Schwarzenbachareal und erläuterte Hintergründe aus der Zeit, als Friedlingen noch ein bedeutender Textilstandort war.