Was vor nunmehr 20 Jahren als »Kunsthandwerk zur Weihnachtszeit« im Franziskaner quasi als Ersatz für einen Weihnachtsmarkt begann, hat sich zu einem Besuchermagneten entwickelt.
Cinja Schwer von der städtischen Stabstelle »Stadtmarketing« ging mit leuchtenden Augen durch die Gänge auf der Wechselausstellungsfläche des Franziskanermuseums.
Sie und ihr Team haben mit der Auswahl von 30 Kunsthandwerkern wieder einmal eine bunte und ansprechende Mischung hinbekommen.
»Wir haben zur Hälfte vertraute und zur anderen Hälfte neue Anbieter genommen«, sagt Cinja Schwer und macht kein Hehl daraus, dass die Liste der Bewerber deutliche länger war, als die zur Verfügung stehenden Stellplätze, weshalb man auch die Arkaden vor dem Museum sowie das Foyer und den Markt einbezogen hatte.
Das Auge sah sich kaum satt: handgestrickte Mützen und Stulpen, gehäkelte Kuscheltiere, Wendetaschen, gegossener, gewebter, geflochtener Schmuck oder solcher aus leeren Kaffeekapseln, Gefilztes, Getöpfertes und Gemaltes, Holzarbeiten und Naturseifen boten sich als Weihnachtsgeschenke oder zum Sich-selbst-etwas-Gutes-tun an.
T-Shirts und Füllfederhalter
Viele Kunsthandwerker und Künstler kamen aus der Region. So wie Stefanie Weber aus Unterkirnach, die unter dem Namen „Beutelliebe“ Hoodys und T-Shirts mit Villinger Motiven bedruckt und von Hand koloriert.
Oder Denis Maier, der zusammen mit seinem Schwiegervater Roland Müller und seiner Frau Lydia im Groppertal eine Manufaktur für besondere Kugelschreiber und Füllfederhalter betreibt. Aus dem Hobby des Schwiegerpapas ist schon ein kleines Unternehmen mit internationaler Kundschaft geworden.
Friedrich Hucke ist ein Donaueschinger Künstler mit eigener Galerie, der unter anderem das Thema Schwarzwald auf eigene Weise – bunt und bildgewaltig – interpretiert, seine Ehefrau Anna verwandelt Cashmere, Seide und Leinen zu Mode.
An einigen Ständen durfte man zuschauen, wie die Produkte entstehen, und Tatjana Casper lud Kinder in ihre Papierwerkstatt ein.