Hüfingen präsentiert wieder den Töpfermarkt. Es gibt Sonderveranstaltungen und eine Preisverleihung.
Die 33. Internationalen Keramikwochen versprechen auch dieses Jahr, die Besucher mit vielseitigsten Einblicken in die Kunst und das Kunsthandwerk in ihren Bann zu ziehen. Mit rund 40 Ausstellern etwas größer und deutlich internationaler als in den letzten Jahren, in neuem Licht: Teilnehmer aus Ungarn, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Litauen und der Schweiz bereichern am Wochenende 13. und 14. September das Geschehen. Zahlreiche beliebte Sonderveranstaltungen, wie beispielsweise die Keramikworkshops der Künstlerin Christine Huss und die japanischen Teezeremonien von Teemeister Adam Somu Wojcinski, konnten von den beiden Organisatorinnen Ariane Faller und Sarah Schindler etabliert werden.
Publikumspreis wird vergeben
Die in Müllheim lebende, mehrfach ausgezeichnete Keramikkünstlerin Elisa Stützle-Siegsmund, deren Werke vielen noch von ihrer Ausstellung im Jahr 2022 im Stadtmuseum Hüfingen in Erinnerung sein werden, bereichert die Preisvergabe als externes Jurymitglied. Gemeinsam mit Bürgermeister Patrick Haas und Kuratorin Ariane Faller wird sie den Preisträger auswählen. Der Publikumspreis wird im Rahmen der Wettbewerbsausstellung natürlich ebenfalls wieder vergeben. Neben der bewährten Bewirtung durch die Heimatzunft und die Siedlergemeinschaft bereichern die Narrenzunft und die Singing Voices das Angebot.
Dauerausstellung im Stadtmuseum
Im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte werden die Keramikwochen deutlich länger als gewohnt, nämlich bis zum 26. Oktober zu sehen sein. Im Fokus steht das Werk von Joachim Lambrecht, geboren 1958 und verstorben im Dezember 2023. Insbesondere Lambrechts schwarze Raku-Keramik wird einen wesentlichen Teil der Ausstellung einnehmen. Noch zu Lebzeiten hatte der Künstler, dessen Arbeiten nicht nur in Hüfingen und der Region, sondern auch international Ansehen genießen, die Ausstellung mit Ariane Faller geplant. „Umso wichtiger ist es“, so die Kuratorin, „dass wir Joachim Lambrechts bemerkenswertes Schaffen nun mit Unterstützung seiner Familie im Rahmen der 33. Internationalen Keramikwochen Hüfingen würdigen können.“
Die internationale Position der Museumsausstellung bekleidet der ungarische Keramiker Istvn Fazekas aus Ndudvar. Der 1976 geborene Künstler hat sich der traditionellen Schwarzkeramik verschrieben, die er als Vertreter der jüngsten Generation der Ndudvar-Töpferei im Familienbetrieb ausübt. „Die Hunderte von antiken Formen, die ich geschaffen habe“, so Istvn Fazekas, „repräsentieren Alltagsgegenstände des bäuerlichen Lebens. Ich möchte antike Formen und Dekore neu interpretieren.“
Eröffnet werden die Ausstellungen am Töpfermarktsamstag um 19 Uhr im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte. Es sprechen Bürgermeister Patrick Haas und Kuratorin Ariane Faller, den Jurypreis verleiht Elisa Stützle-Siegsmund. Für die Umrahmung sorgen Schüler der Gesangsklasse von Monika Biwald, Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen, mit Pop- und Rocksongs.
Keramikpreis
Töpfermarkt
Der internationale Töpfermarkt findet am Samstag, 13. September, von 10 Uhr bis 18 Uhr und Sonntag, 14. September von 11 bis 18 Uhr statt. Etliche Aussteller werden sich auch in diesem Jahr erstmals oder erneut um den Hüfinger Keramikpreis bewerben. Die Ausstellung der Bewerber wird während des Töpfermarktwochenendes in der Rathausgalerie zu sehen sein und trägt 2025 das Thema „Schnittstellen“.