Bild Kunstwerk: Ein symbolkräftiges Kunstwerk von Graffiti- und Streetart-Künstler Daniel Gjoka hängt nun an der Außenwand des Kleinen Sitzungssaals. Sehr zur Freude von Oberbürgermeisterin Diana Stöcker. Auch Kulturamtsleiter Peter Spörrer war bei der Übergabe mit von der Partie. Foto: Stadtverwaltung/Schiessl

Ein Kunstwerk von Cutwork Orange ziert die Außenwand des Kleinen Sitzungssaals. Ein Graffiti, das die Zukunft Europas in den Händen der nächsten Generation sieht.

Daniel Gjoka ist Graffiti- und Streetart-Künstler. Der in der Künstlerszene auch als Cutwork Orange bekannte Freiburger sprüht mithilfe handgefertigter Schablonen meist schwarz-weiße Figuren auf einen bunten Hintergrund. Das Werk, was nun die holzvertäfelte Wand neben dem Eingang zum Kleinen Sitzungssaal ziert, zeigt einen Jungen, der mit einer Spraydose einen Kreis aus gelben Tauben erschafft – eine bewusst inszenierte Referenz an die Flagge der Europäischen Union.

 

Tauben ersetzen die Sterne der Europafahne

Die Tauben ersetzen die Sterne und stehen für Frieden, Freiheit und Lebendigkeit. Europa als ein Ort des Friedens, das von Menschen aktiv gestaltet werden kann. Zugleich deutet das Bild an, dass die Zukunft Europas in den Händen der nächsten Generation liegt.

Nicht das erste Werk mit Graffiti-Kunst

„Die 3-Länder-Stadt Weil am Rhein befindet sich im Herzen Europas, wir leben Europa im Dreiländereck Tag für Tag. Daher schien mir das Bild so passend für unsere Stadt. Auf der ersten Etage im Rathaus ist bereits Graffitikunst zu sehen. Es gibt Werke von Patrick Lützelschwab, Rosa Lachenmeier und Stefan Winterle, auf denen der Weiler Rheinhafen mit Blick auf die Schweiz und Frankreich zu sehen ist. Das Bild von Daniel Gjoka ist eine super Ergänzung“, sagt Oberbürgermeisterin Diana Stöcker.

Europa ist immer wieder Thema im Rathaus

Das Thema Europa spiegelt sich im gesamten Rathaus wider. Hier gibt es beispielsweise im Großen und Kleinen Sitzungssaal eine Europafahne, heißt es in einer Mitteilung.

Gjokas Markenzeichen ist die Schablonenkunst. Der Krankenpfleger und Vater zweier Kinder möchte grundsätzlich unpolitisch arbeiten, allerdings lassen seine Bilder oft Interpretationsspielraum. Auch das Werk, was nun im Rathaus zu sehen ist, kommt mit enormer Symbolkraft daher. Typisch für ihn ist das klar erkennbare, figurative Motiv, das mit Schablonentechnik gesprüht wird.

Verwaltung kauft immer wieder Kunst an

Das Kulturamt kauft immer wieder Werke an, in der Regel in Verbindung mit Ausstellungen der Abteilung Museen und Galerie. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise die abstrakte Acrylmalerei „ANTIKA 1“ von Volker Bessel aus dem Jahr 2010 angekauft. Er hat sein Atelier im Kulturzentrum Kesselhaus.

Neuinterpretation eines Daur-Werks von Winterle

Dort arbeitete vor vielen Jahren auch Stefan Winterle, der sein Atelier mit Showroom inzwischen in Ötlingen betreibt. Von ihm hat das Kulturamt 2025 das Werk „Blick ins Dorf“ erworben. Hierbei handelt es sich um eine Neuinterpretation eines Bildes von Hermann Daur mit Sprühlack auf Alu Dibond.

Für die Artothek der Stadtbibliothek geeignete Kunstankäufe des Kulturamts werden dort allen Nutzenden zur Ausleihe angeboten. Nicht für die Artothek geeignete Werke werden in städtischen Ausstellungen gezeigt, im Rathaus präsentiert oder im städtischen Kunstarchiv verwahrt.