Im Café Bohne präsentieren Marina Gaubies und Maren Stolba erstmals gemeinsam ihre Werke – von detailreicher Makrofotografie bis zu druckgrafischen Pflanzenmotiven.
Die im Café Bohne ausstellenden Künstlerinnen Marina Gaubies und Maren Stolba kennen sich seit 20 Jahren. Beide arbeiten hauptberuflich in derselben Branche und sind sich so begegnet. Und beide haben sich schon seit vielen Jahren auf die bildende Kunst eingelassen. „Die gemeinsame Ausstellung im Café Bohne ist für uns eine Premiere“, erzählen sie beim Treffen mit unserer Redaktion im Café.
Gaubies fotografiert seit 30 Jahren. Der Anstoß kam vom damaligen Partner, der Mode- und Pressefotograf war. Am Anfang hat sie alle Motive fotografiert, eine Zeit lang dann Hochzeiten: „Die in einer anspruchsvollen Situation angespannte Menschen entspannt aufs Bild zu bekommen, war mir wichtig.“ In den letzten Jahren fand sie immer mehr zur Makrofotografie, bei der ein Objekt so vor der Kamera positioniert wird, dass es auf der Aufnahme sehr groß und detailliert herauskommt.
Makromotive, die neue Welten öffnen
„Am Computermonitor sehe ich Dinge, die ich beim Fotografieren nicht gesehen habe“, sagt sie und deutet auf ihre Bilder im Café Bohne: Eins zum Beispiel zeigt Wassertropfen an den Ästen eines Ahornbaumes. Nichts ist zusätzlich koloriert auf dem Bild, alle Farbeffekte und Reflexe sind bei der Aufnahme mit einer hochwertigen Kamera entstanden. „Neue Sichtweisen entdecken, diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln gestalten und dadurch auch andere Menschen in diese eintauchen und teilhaben lassen, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.“
Gaubies, die vor einigen Jahren auch mit der Malerei begonnen hat, stammt aus Berlin und wohnt seit längerem in Baden Baden. Im Schwarzwald und im Raum Schramberg ist sie immer wieder beruflich unterwegs. Maren Stolba wiederum wohnt in Dornhan, wo sie auch ihre „Bastelfarbstube“ hat.
Drucktechniken aus Naturmaterialien
Da lag eine gemeinsame Ausstellung in Schramberg gewissermaßen „auf dem Weg“. Stolba hat dort kleinformatige Bilder ausgestellt. „Alles ist in den Workshops in der Bastelfarbstube entstanden“, erzählt sie.
Beim Druck ihrer Bilder arbeitet sie mit Pflanzen, Obst, Gemüse und Verpackungsmitteln, die Struktur haben, auch mit mehreren Schichten übereinander, was besondere Effekte hervorbringt. Alles wird auf einer sogenannten „Gelplatte“ ausgebreitet und für dem Druck danach Papier aufgelegt. Bilder mit Pflanzen sind ein Schwerpunkt für Stolba: „Der Wald entschleunigt, die Fauna wechselt je nach Jahreszeit und die Vielfalt der Pflanzen fasziniert, diese Eindrücke wollte ich festhalten“, erklärt sie den Grund dafür.
Die Ausstellung der Bilder von Marina Gaubies und Maren Stolba ist bis Mitte Dezember im Café Bohne in Schramberg zu sehen.