Der Lauterbacher Werner Fiebig stellt in der Schramberger Innenstadt aus – und überrascht mit neuen abstrakten Arbeiten.
Wer derzeit im „Café Bohne“ in der oberen Fußgängerzone einkehrt, darf sich an über zwei Dutzend Bilder des Lauterbacher Malers Werner Fiebig erfreuen. Seine letzte Ausstellung in dieser rustikalen Location ist schon gut drei Jahre her. Seitdem sind einige neue Werke hinzugekommen, insbesondere auch Abstrakte.
Spätstarter
Lachende Gesichter
Die bunten Acrylbilder in verschiedenen Formaten spannen daher einen breiten Bogen von kunstvoll bis abstrakt. In der Szene gilt Fiebig als Spätstarter. Vor etwa acht Jahren entdeckte er als Rentner sein Faible für das Malen.
Für Porträt-Bilder suchte er im Internet nach Motiven und malte sie mit Pinsel und Acryl nach seinen Ideen. Obwohl er sich auch anderen Maltechniken wie Enkaustik zuwandte und viel experimentierte, blieb er Acryl treu. Sein Ziel ist es, mit den Bildern eine stimmungsvolle Atmosphäre in die Räume des Café Bohne zu erzeugen und die Besucher auf eine kleine Kunstreise zu schicken. Ihnen soll es überlassen sein, was sie in den Bildern erkennen (wollen) und in welcher Form sie sich von ihnen inspirieren und einfangen lassen. Eigenschaften wie Ernsthaftigkeit oder lachende Gesichter können dabei eine Entscheidungshilfe sein, lässt Fiebig jede Menge Raum für Fantasie und Betrachtungsweise.
Viele Anfragen
Ausstellungen von überwiegend hiesigen Künstlern haben in der Café Bohne inzwischen gute Tradition und gibt es bereits seit 15 Jahren, wie die Betreiber-Familie Fischer betont. Aufgrund der vielen Anfragen, darunter auch schon aus Baden-Baden, dauere eine Ausstellung, die sie den Künstlern kostenfrei ermögliche, etwa zwei bis drei Monate.
Diese Zeitspanne schätzten insbesondere Stammgäste, die ihrerseits auch ausstellende Künstler an sie vermittelten. Aber auch bei anderen Besuchern komme der Wechsel gut an. So gebe es im Café immer wieder etwas Neues und Interessantes zu entdecken.
Bei Bedarf vermittle sie im Auftrag der Aussteller auch Bildverkäufe, schildert die Betreiberin. Die Ausstellung in der Innenstadt dauert noch bis Mitte Juni 2026.