Künstlerin Petra Bigeschke präsentiert bei der Ausstellung ihre Lieblingsbilder. Foto: Lothar Herzog

Unter dem Titel „Impressionen aus Farben und Gedanken“ stellt Petra Bigeschke bis zum 15. März zum zweiten Mal im Treffpunkt ihre Acryl- und Ölbilder aus.

Bei der Vernissage freute sich Treffpunkt-Leitern Uli Stein, dass Petra Bigeschke das bei ihrer ersten Ausstellung 2022 gemachte Versprechen inzwischen eingelöst hat und als Rentnerin zum Treffpunkt-Team gehört.

 

„Wir wollen mit den Ausstellungen Leben und Menschen in die Begegnungsstätte bringen. Die Bilder sorgen dafür, dass die weißen Wände bunt werden. Meine Stärke liegt nicht in der Kunst, dafür im Organisieren“, sagte sie.

Viele Besucher kamen zur Vernissage. Foto: Herzog

Vor allem bunt, aber auch fantasievoll, abstrakt und mit surrealistischem Einfluss wirken die 25 Bilder der gebürtigen Kölnerin, die seit drei Jahren in Schiltach wohnt, in den Räumlichkeiten des Treffpunkts.

Farbwelten zwischen Fantasie und Gefühl

Zu jedem Bild hat sie eine Kurzbeschreibung, teilweise in Reimform verfasst, in der sie auch ihre Technik schildert. So zeigt die „Kosmische Berührung“ die stille Annäherung zweier Wesen jenseits von Raum und Zeit. Umgeben von kosmischer Tiefe und flügelartigen Formen entsteht ein Moment der Ewigkeit zwischen Nähe und Verschmelzung. Wie die Künstlerin vor vielen Besuchern beschrieb, sollen ihre farbenfrohen Bilder die Menschen dazu inspirieren, gedanklich vom tristen Alltag abzuschalten und sich entspannen.

Sie wolle die Menschen fühlen lassen, welche Botschaften sie mit ihren Bildern vermittle. „Jeder von uns hat sonnige Seiten. Die Augen sind die Seele der Menschen. Deshalb stehen sie in meinen Bildern oft im Mittelpunkt. Meine Arbeiten sind eine harmonische Verschmelzung von Realität und Fantasie, die den Betrachter zum Träumen bringen sollen. Sie zeigen, was ich fühle, wie ich meine Fantasie in der Malerei auslebe und meinen eigenen Stil gefunden habe“, erklärte die 65-Jährige.

Kunst lebt von der eigenen Vorstellung

Jeder Blick habe eine Aussage. Bei ihr seien es die Seelenblicke, „weil ich meine Seele nach außen kehre“. Sie sei immer wieder aufs Neue überrascht, was dabei herauskomme. Trotz Beschreibung müsse man ihre Bilder nicht verstehen. Jeder könne sich beim Ansehen seine Gedanken machen. Sie wirkten jedoch erst lebendig, wenn jemand davorstehe und sie mit eigener Vorstellungskraft zum Leben erwecke.

Anklänge an Ägypten. Foto: Herzog

Wer ihre Bildtexte lese, werde sich vielleicht darin wiederfinden. Sie wünsche mit den Exponaten eine stimmungsvolle Begegnung mit Gefühlen und Gedanken. Wie Bigeschke verriet, habe sie vor gut 25 Jahren die Leidenschaft zum Malen wiederentdeckt und begonnen, Landschaften in Öl zu malen. Im Laufe der Zeit habe sie ein Faible für weitere Stilrichtungen entwickelt und verwende nun häufig Acryl.

Die Ausstellung kann bis 15. März während der Öffnungszeiten mittwochs, freitags und sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr besichtigt werden.