Die neue Installation des Künstlers Tom Grimm trägt den Titel „Himmel und Erde“. Foto: Siegmeier

Der Schrein des Künstlers Tom Grimm zieht am Haus der Bürgerwehr in Rottweil die Blicke auf sich. Dabei befindet sich das neue Kunstobjekt durchaus in „bester Gesellschaft“.

Für seine „Kunst im Kasten“ ist der Rottweiler Künstler Tom Grimm bekannt, der sich schmunzelnd selbst als „Kästlemacher“ bezeichnet. Kürzlich hat er einen „ganz besonderen Kasten“ mit einer Installation gestaltet: in einer ausgedienten Schießscharte am Haus der Bürgerwehr, am Verbindungsweg zwischen Flöttlinstor- und Schlachthausstraße.

 

Himmel und Erde“ lautet der Titel des Schreins. Die Idee, diese ungenutzte Nische zu nutzen, stammt vom benachbarten Kunstfreund und Weinhändler Michael Grimm. „Ich habe von der Wohnung immer diese Nische im Blick und dachte, dass man die gut nutzen könnte“, sagt er. Er habe sich mit Tom Grimm in Verbindung gesetzt und der sei von dem „Kasten“ gleich angetan gewesen. Und seine Installation ist ja an dieser Stelle in guter künstlerischer Gesellschaft, denn gleich darunter ist das von Konstantin Viktor Müller gestaltete Mauerstück, auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Baumglocke des Ende vergangenen Jahres verstorbenen Künstlers Josef Bücheler.

Auch Margarethe Bühner von der Bürgerwehr habe das Projekt spannend gefunden und die Installation am Haus der Bürgerwehr gleich genehmigt, informiert Michael Grimm. Und so konnte Tom Grimm loslegen.

„Ich bin sehr dankbar für diesen künstlerischen Beitrag im öffentlichen Raum“, sagt er. Als er die Nische gesehen habe, habe er sofort an etwas Sakrales gedacht. Bei der Auswahl der Objekte für den Schrein habe er sich auf ganz archetypische Symbole konzentriert. Wie das Licht, hier ein rotes Grablicht, das goldene Brot, „alles Irdische ist auch heilig“, und die Sonnenblume, die aus der Erde in den Himmel wächst.