Die Einbildgalerie am Friedhof zeigt ab Sonntag ein Gemeinschaftswerk.
In der Einbildgalerie am Rottweiler Friedhof wird am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr die nächste Ausstellung eröffnet. Ein Gemeinschaftswerk von acht Künstlerinnen aus der Malklasse Rémy Trevisan/Tobias Kammerer ist es, das sich intensiv und kreativ mit dem Thema Tod auseinandersetzt.
Je vier bis fünf Würfel haben sie gestaltet, mit Worten, Farben und verschiedenen Materialien, die verbunden ein Gesamtkunstwerk bilden. „Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“, unter diesem Thema stehen die Arbeiten der acht Frauen, eine davon selbst an Krebs erkrankt, den Tod vor Augen.
Da sind die Worte „Das letzte Hemd“ zu finden, aber auch ein Stück schwarzer Samt. „Das Schwarz ist hier so tief, dass es alle Farben schluckt“, beschreibt es Tobias Kammerer.
Eigene Zugänge gefunden
Jede der Künstlerinnen hat während der Arbeit ihren eigenen Zugang zum Thema Tod gesucht, ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Die Dunkelheit, der Abschied, sicht- und fühlbar auch in einem schwarzen Loch, in einem Bild, das nur noch teilweise sichtbar ist. Aber auch das Licht, die Hoffnung, die durchscheint, der Verweis auf das Transzendente.
Die acht Künstlerinnen, Christa Dilger, Beate Henzler-Mattes, Petra Klein, Gabi Klingseisen, Sigrid Mägerle, Christiane Schott, Astrid Spang und Gabi Zeller, zeigen in der Aussegnungshalle auch weitere Arbeiten. Theologe Matthias Graf-Hetzler wird in die Ausstellung einführen. Die musikalische Umrahmung übernehmen Franziska Schey und Michael Bayer.
Im Anschluss laden die Künstlerinnen zu einem Umtrunk vor der Friedhofskapelle ein.