Einen Einblick, wie Wandbilder entstehen, gibt Evelina Iacubino in der Ausstellung im Niedereschacher Heimatmuseum.Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder Bote

Heimatmuseum: Evelina Iacubino gibt zusammen mit ihrer Tochter einen Einblick in Entstehung der Werke

Das Lebensspuren-Heimatmuseum der Gemeinde Niedereschach öffnet am Sonntag 4. April nach langer Zeit wieder seine Tore. Und gleich zu Anfang gibt es neue Überraschungen: Die Künstlerin Evelina Iacubino aus Tennenbronn präsentiert ihre neue Ausstellung

Niedereschach. Vor der pandemiebedingten Schließung hatte Evelina Iacubino schon erfolgreich die Ergebnisse ihrer Meisterschaft im Bodypainting demonstriert. Diesmal zeigt sie zusammen mit ihrer Tochter Naomie weitere Werke ihres vielseitigen Schaffens aus den Bereich Hausbemalung, Naturbilder, Tiere und ganz exklusiv mit Naomie-Produktgestaltungen aus dem Bereich Schwarzwaldtourismus. Diesbezüglich arbeiten beide mit einem Schramberger Unternehmen zusammen und schaffen Vorlagen, die anschließend auf Tassen, Kissen, Taschen und vieles mehr gedruckt werden.

Die Tochter hat sich schon einen Namen gemacht und kann auf eine eigene künstlerische Karriere zurück­blicken. Ihr Interesse am Malen fand sie beim Blick über die Schulter ihrer Mutter mit zwölf Jahren, als sie interessiert Motive auf verschiedenen Materialien ausprobierte. Mit 15 Jahren war sie schon begehrt bei Veranstaltungen mit Kinderschminken und nahm alsbald als Gewinnerin an Festivals für Straßenmalerei und Facepainting teil. Mit 17 Jahren wandte sie sich auch der Gestaltung am Computer zu und schuf Vorlagen für Tätowierer, Logos für ­Musikbands und Privat­personen. Zwischendurch unterstützte sie ihre Mutter bei den Bodypainting-Wettbewerben und trug so zu deren Erfolge bei.

Ihre künstlerische Karriere setzte sie mit 18 Jahren als ­Designerin für den Schwarzwaldladen in Schramberg fort, sie entwarf die typischen Schwarzwaldtourismus-Motive wie Hirsch in Aquarelltechnik, Hase auf Bollenhut und Lebkuchen speziell für Männer. Zusammen mit Objekten ihrer Mutter werden diese Arbeiten auch im Museum zu sehen sein.

Ein besonderer Schaffensbereich von Evelina Iacubino ist die Bemalung und Gestaltung von Hauswänden. Schon früh bekam sie Aufträge aus Triberg und Umgebung, wo ihre Wandbilder an Geschäften beim Wasserfall Aufmerksamkeit erregen. Privathäuser, Hotels und Geschäfte gehören zu ihren Auftraggebern. Egal ob innen oder außen gestaltet sie stilvoll nach Wunsch die Wandflächen und scheut sich auch nicht, auf einem hohen Gerüst zu arbeiten. In Schritt-für Schritt-Zeichnungen zeigt sie den Betrachtern an den Stellwänden die Entstehung der Bilder bis zum fertigen Ergebnis. Naturbilder aus dem Schwarzwald, Tiere in der Umgebung und Illustrationen runden die neue Ausstellung ab.

Natürlich gibt es nach dieser langen Zeit auch viel Neues im Museum zu sehen. Damit man sich gezielt einen Überblick verschaffen kann, ist künftig an der Infotafel im Eingang eine Liste der Neuerwerbungen samt ihrem Standort zu finden. Da im Moment die Lage in der Corona-Pandemie nicht absehbar ist, bleibt die Bewirtung am 4. April geschlossen. Das Museum-Team bittet dafür um Verständnis. Sobald die Lage es wieder erlaubt, ist das Treffpunkt-Café wieder geöffnet. Das Team hofft trotzdem auf einen regen Besuch.

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