Anlässlich seines 90. Geburtstags gibt es eine Einzelausstellung des Bildhauers. Die Arbeiten orientieren sich an Themen von heutiger Relevanz. Der Künstler präsentiert stets Neues.
Der weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Bildhauer Wolfgang Kleiser feiert dieser Tage seinen 90. Geburtstag. Nicht zu glauben, wenn man ihn sieht – und schon gar nicht, wenn man mit ihm spricht, sprühen einem doch sofort Lebensenergie und Schöpfungsgeist entgegen, wie sie das hohe Alter kaum vermuten ließ.
Kleisers 90. Geburtstag bedeutet laut einer Mitteilung auch wieder eine Einzelausstellung im Stadtmuseum für Kunst und Geschichte, welches das Werk des Künstlers seit seinem 75. Geburtstag kontinuierlich alle fünf Jahre zeigt.
Dies heißt allerdings nicht, dass sich Museumskuratorin Ariane Faller und das Vorstandsteam um den Förderkreisvorsitzenden Joachim Seidel alle fünf Jahre andere Arbeiten aus dem umfangreichen Fundus des Bildhauers aussuchen und im Museum präsentieren. Für Wolfgang Kleiser ist es Ehrensache, in jeder seiner Hüfinger Ausstellungen neue Arbeiten zu zeigen und viel Zeit und Mühe in das jeweilige Ausstellungskonzept zu investieren.
Holzskulpturen, Tonplastiken und Tuschezeichnungen – alle drei zentralen Werkgruppen werden im Stadtmuseum Hüfingen zu sehen sein. So stringent und unverwechselbar sich Kleisers Schaffen seit Jahrzehnten formal präsentiert, so wichtig ist es dem Künstler aber auch, stets neue Inhalte und Anliegen zu vermitteln, die in der jeweiligen Zeit besondere Relevanz haben und die sich auch schwierigen Themen des Lebens nicht entziehen.
Seine Laufbahn
Wolfgang Kleiser wurde 1936 in Urach im Schwarzwald geboren. Nach der im Jahre 1950 begonnenen Holzbildhauerlehre in der heimischen Werkstatt seines Vaters Augustin Kleiser und anschließenden Gesellenjahren wurde er Schüler des akademischen Bildhauers Franz Spiegelhalter in Freiburg und legte 1960 seine Meisterprüfung ab. Seit 1972 arbeitet er freischaffend und war mit seinen Skulpturen und Plastiken in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Er ist Mitglied in verschiedenen Künstlervereinigungen, unter anderem der Gemeinschaft christlicher Künstler der Erzdiözese Freiburg, dem Berufsverband Bildender Künstler Südbaden und dem Kunstverein Villingen-Schwenningen. Werke von Wolfgang Kleiser sind mittlerweile in über 67 Kirchen zu sehen.
Vernissage am 20. Februar
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 20. Februar, 19 Uhr, im Stadtmuseum Hüfingen, Nikolausgässle 1/Hauptstraße 4, mit einer Einführung von Kuratorin Ariane Faller statt. Musikalisch umrahmt wird sie von Frank Neu auf seinem Marimbaphon.
„Auf einen Kaffee mit Wolfgang Kleiser“ lädt das Museumsteam am Sonntag, 29. März, ein: Der Vortragsraum wird dabei zum temporären Café mit dem Künstler. Zur Finissage am Sonntag, 3. Mai, findet ein Künstlergespräch mit Wolfgang Kleiser statt.