Herta Haller-Fleig zeigt ihre Bilder in Hardt. Foto: Anton

Eine einmalige und sicherlich einzigartige Benefizaktion wird am Sonntag, 26. Juni, im Adolph-Kolping-Saal in Hardt stattfinden.

Hardt - Die Hardter Malerin Herta Haller-Fleig schenkt ihr gesamtes verbliebenes künstlerisches Lebenswerk an arme Kinder und Familien, die von Schwester Theresina und ihren Mitschwestern in Brasilien betreut werden.

Beiträge zur Wohltätigkeit

Den Verkauf der gespendeten Gemälde übernimmt der Missionsausschuss der katholischen Kirchengemeinde Hardt. Den Preis für jedes Bild bestimmen die Käufer selbst. Je höher der Preis, desto höher der Beitrag zur Wohltätigkeit. Die Malerin selbst hat verfügt, dass jeder Cent der Spendensumme an Schwester Theresina geht. Sie selbst möchte nur, dass ihre Bilder einem guten Zweck dienen, denn darin sieht sie den wahren Sinn ihres künstlerischen Schaffens.

Die Aquarell- und Acrylgemälde zeigen herrliche Blumenarrangements, schöne Landschaften, jahreszeitliche Impressionen, markante Orte wie den Triberger Wasserfall oder die Hegauberge – aber auch abstrakte Gemälde, Stillleben und Collagen mit Musikinstrumenten sind zu finden. Die Künstlerin hat viele Jahre bei verschiedenen Lehrern und Meistern studiert und dort verschiedene Techniken und Stilrichtungen kennengelernt.

Ausstellung im Narrenschopf Bad Dürrheim

Häufig hat sie an Ausstellungen teilgenommen, so im Wasserschloss Glatt, in Konstanz, in Schramberg und Hardt. Im Narrenschopf Bad Dürrheim hat sie sogar eine Ausstellung allein bestückt. Einige ihrer Bilder sind bis nach Amerika gereist.

Folgender Ablauf ist geplant: Morgens beim Gottesdienst um 8.45 Uhr übernimmt Schwester Theresina die Predigt, anschließend ist die Ausstellung im Gemeindezentrum bis Sonntag um 16 Uhr geöffnet und Schwester Theresina wird auch dort wieder anwesend sein. Sie ist gern bereit, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und ihnen auch anhand von Bildmaterial von ihrer wertvollen Arbeit in ihrer Pfarrei zu berichten. Für die Besucher stehen Getränke zur Verfügung. Es ist zu erwarten, dass die Verkaufsausstellung auch über die Gemeinde Hardt hinaus ausstrahlt.

Tochter des "Rosenwirts"

Herta Haller-Fleig stammt von der früheren "Rose" in Hardt. Ihr Vater, Franz Fehrenbacher, leitete jahrelang den Hardter Kirchenchor – und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass die Tochter Klavier und Orgel lernte.

Später, als sie in Trossingen wohnte, entdeckte sie die noch größere Neigung zur bildhaften Kunst. Sie absolvierte viele Malkurse. Viele ihrer Gemälde wurden in Ausstellungen gezeigt, schufen aber auch im früheren Schramberger Krankenhaus eine Wohlfühl-Atmosphäre.

Geschenk für arme Menschen

Nun, mit über 80 Jahren, schließt sie den Malkasten und möchte die Idee verwirklichen, die sich schon jahrelang in ihrem Kopf festgesetzt hat: Sie möchte mit ihren Bildern armen Menschen ein Geschenk machen. Die Bilder, die Schwester Theresina von hilfsbedürftigen Kindern und Familien gezeigt hat, haben Herta Haller nicht losgelassen und tief in ihrem Innern berührt, so dass sie einen Weg suchte, Kindern zu helfen.

So sieht Herta Haller-Fleig zum Abschluss ihres künstlerischen Wirkens den höchsten Sinn ihrer Malerei darin, einen guten Zweck zu erfüllen und Menschen in Not zu helfen.