In der Galerie Schanbacher Art-International in Freudenstadt ist eine Begleitausstellung zur Kunst an der Adlersteige zu sehen. Vier Künstler sind mit Kleinskulpturen vertreten.
Gartenschau und Kunst sind in ein inniges Verhältnis eingetreten. Das zeigt sich unter anderem an den großformatigen Skulpturen an der Adlersteige, die den Besucher ins Tal begleiten. Diese künstlerische Aufwertung des Talwegs geht auf eine Initiative des Galeristen-Ehepaars Ulrich und Edit Schanbacher zurück.
Die Kunst an der Adlersteige wird jetzt ergänzt mit einer Begleitausstellung in der Galerie Schanbacher Art-International in der Lauterbadstraße. Kleinskulpturen sind es, rund 30 an der Zahl, die von den Adlersteige-Künstlern Hansjörg Beck, Wolf Bröll, René Dantes und Hubert Rieber geschaffen worden sind. Ihre Arbeiten finden sich in der Galerie in unmittelbarer Nachbarschaft zu Objekten aus Zimbabwe, Glaskunst aus Murano und Fotografien von Julia Kaschmieder. Die Schanbacher-Tochter hat sich mit ihren Arbeiten einen ausgezeichneten Ruf erworben.
Arbeiten des Quartetts
Ulrich Schanbacher skizzierte in seiner Einführung Leben und Werk der Aussteller. Grundsätzlich hielt er fest, dass deren vier Exponate eine „Einheit auf dem Weg ins Tal“ bildeten. Um das Interesse an weiteren Arbeiten des Quartetts zu fördern, verfiel man auf die Idee, in der Galerie eine Ausstellung mit Kleinskulpturen zu präsentieren.
Hansjörg Beck aus Illmensee, so Schanbacher, legte ein Bekenntnis ab: „Ich suche klare, einfache Formen, spiele aber gerne mit der unglaublichen Leichtigkeit des Stahls und gleichwohl mit seinem erbarmungslosen Gewicht.“ Die am Beginn der Adlersteige schwebende Skulptur offenbart „die Liebe zum Grazilen aus dem schweren Material Metall“.
Wolf Bröll hat den fünf Meter hohen Obelisken aus Schwarzwaldgranit geschaffen. Er verstarb vor drei Jahren kurz nach der Fertigstellung. Der Bildhauer war fasziniert vom Material Stein („Je härter, desto besser!“). Kennzeichnend für ihn sind die roh belassenen Flächen. Der Obelisk, ein Symbol aus der Antike, übte auf ihn eine besondere Strahlkraft aus.
Vom Vater beeinflusst
René Dantes, in renommierten Kunstakademien in Wien und Paris ausgebildet, holt sich seine Anregungen besonders aus der Natur. Dafür steht auch die Edelstahlskulptur mit der Bezeichnung Calla Mia („Meine Blüte“).
Als Abschluss der vier ins Tal weisenden Skulpturen ist ein Kopf aus Cortenstahl, einem wetterfesten Baustahl, installiert. Der Schwarzwälder Künstler Hubert Rieber, der sich dem Thema „Kopf“ verschrieben hat, hat ihn geschaffen. Rieber sei, so Ulrich Schanbacher, von seinem Vater beeinflusst worden. Dieser sei berühmt gewesen für seine ausdrucksstarken alemannischen Masken, die er gefertigt habe.
Schanbachers Dank richtete sich an die Handwerkertruppe des „Tal X“. Sie hätten die Platzierung der Objekte an der Adlersteige hervorragend bewältigt. Seine Bewunderung galt der Gestaltung des Bodenbelags und der Trockenmauern. Schanbachers Herzenswunsch, so bekannte er, sei es, dass die Objekte an der Adlersteige an Ort und Stelle erhalten bleiben. Dafür sucht er Sponsoren.
Öffnungszeiten
Die Begleitausstellung in der Galerie Schanbacher in der Lauterbadstraße 18 kann bis Samstag, 11. Oktober, besichtigt werden. Geöffnet ist freitags von 16 bis 18.30 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr sowie nach Absprache unter Telefon 07441/863 82 20 oder per E-Mail an artinternational@t-online.de.