Zwei Künstlerinnen der burladinger maler bestreiten derzeit gemeinsam eine Ausstellung ihrer Werke im Rathaus der Fehlastadt. Hanna Bastian und Michaela Nezic präsentieren Landschaften, Tiere, aber auch Stillleben.
Die Präsentation ist noch bis zum Freitag, 22. November, zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Eröffnet wurde sie von den Künstlerinnen am Montag, 30. September, als Bastian und Nezic ihre Werke in den Aufgängen und Fluren des Rathauses aufhängten.
Hanna Bastian, Ehefrau des Vorsitzenden der burladinger maler, teilt mit dem Designer und Künstler Wolfgang Bastian schon seit vielen Jahren ihre Liebe zur Kunst, ist selber auch Grafik-Designerin. Sie gilt in den Reihen des Vereins als „Urgestein“ der kreativen Gruppe. Seit 1996 ist sie im Verein aktiv. Sie wurde in Polen geboren und besuchte von 1987 bis 1992 die Schule der Bildende Künste in Bydgoszcz, durchlief da eine „ganz klassische Kunstausbildung“, wie sie selber sagt.
Tierisches wird zum Symbol für Schwächen
Tieren gibt sie in ihren Malereien schon gern mal menschliche Eigenschaften. Dazu sagt sie: „Tiere in der Kunst begleiten uns schon immer. So wird Pablo Picasso nach seinem Besuch der Höhlen von Lascaux mit den Worten zitiert: ‚Wir haben nichts dazugelernt.‘ Ich setze die Tiere als Allegorie oder Symbole ein, so ist es einfacher menschliche Charaktere und Schwächen zu zeigen.“ Aber auch die gefühlte „Dauerbenutzung“ des Smartphones, das bei manchen Frauen den früher üblichen Fächer ersetzt zu haben scheine, nimmt sie aufs Korn.
Die Sigmaringerin Michaela Nezic stieß erst vor zwei Jahren zu den burladinger malern. Aber auch sie ist in Sachen bildende Kunst gründlich ausgebildet und sogar immer noch dabei, ihre Kreativität und ihr Kunstschaffen professionell zu vertiefen. Derzeit ist sie im dritten Semester an der Freien Kunstschule Stuttgart mit dem Schwerpunkt „Freie Malerei“.
Dabei widmet sie sich neugierig den unterschiedlichsten Themen und Materialien. So werden in ihrem Zyklus „Die vier Jahreszeiten“ die Landschaften in ihre Flächen und dreidimensionalen Formen aufgeteilt. Diese Gegenüberstellung verleiht der Komposition eine räumliche Darstellung.
Der Zufall und das ganz Gezielte
Thema ihrer abstrakten Werke ist die Auseinandersetzung mit Flächen und Linien. Flächen lässt sie durch spontanen Farbauftrag entstehen. Die Linien folgen und begrenzen die Flächen in alle Richtungen so, das sagt der Vorsitzende der burladinger maler, entsteht aus dem Gemisch Zufall und bewusste Aktion eben ein sehr interessantes und auch charmantes Bildwerk.
Nach dieser Ausstellung findet, so wie in jedem Jahr im Burladinger Rathaus, das Highlight der Künstlergruppe statt. Gemeinsam bestreiten sie die Weihnachtsausstellung im Burladinger Rathaus. Und wie immer gibt es eine spektakuläre Aktion zur Vernissage. Die Planung dazu, so Wolfgang Bastian, ist schon in vollem Gange.