Monika Kustermann im Gespräch mit Gabriele King vor dem Porträt von Barbe-Nicole Clicquot zu dem Film „Die Witwe Clicquot“ im Subiaco. Foto: Ziechaus

Das Gemälde von Monika Kustermann hat bei den Besuchern im Subiaco sicherlich mehr provoziert als der gewählte Film bei „Einen Augenblick Kunst im Kino“.

Mit kräftigen Farben hat die freie Künstlerin Monika Kustermann aus Rottweil das abstrakte Porträt der Unternehmerin Barbe-Nicole Clicquot gemalt und sich den Film über „Die Witwe Clicquot“ gewünscht.

 

In der Reihe „Ein Augenblick Kunst im Kino“ wird im Subiaco ein Bild einer Künstlerin oder eines Künstlers für einen Monat vorgestellt und dazu ein ausgewählter Film vorgeführt. Monika Kustermann hatte für ihre Vorstellung ein Porträt der „Veuve Clicquot“ aus der Champagne gemalt und dazu den Film von Thomas Napper von 2024 „Die Witwe Clicquot“ gewählt. Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin hatte nach kurzer Ehe mit Francois Clicquot nach dessen Tod 1805 sein Champagnerhaus weitergeführt. Zu der Zeit durften durch den „Code Napoleon“ Frauen keinen eigenen Betrieb führen. Barbe-Nicole Clicquot gelang mit einem Geschäftsführer der Aufschwung ihres Hauses „Veuve Clicquot Ponsardin“ von 100.000 verkauften Flaschen Champagner auf über 750.000 Flaschen vor ihrem Tod 1866.

Durchsetzungsfähige Frau

Dieser Erfolg der starken und durchsetzungsfähigen Frau wird in dem Film dargestellt und ist auch der Grund für Monika Kustermann für ihr Bild zum Augenblick Kunst im Subiaco. „Schönheit und Stärke, aber auch die Verletzlichkeit einer Frau“ zeige sie in ihrem Porträt, erklärte die Künstlerin im Gespräch mit Gabriele King. Clicquot wirke zart und selbstbewusst im Kontrast zu den umgebenden kühlen Blautönen, die als gesellschaftliche Kälte und Strenge in der Zeit Napoleons den Frauen entgegengebracht wurde.