Das Kunstwerk „Bojenmann“ ist Teil der Ausstellung. Foto: Piskadlo

Zwischen dem Hotel „Bell Rock“ und der Alten Elz hat der Europa-Park 13 Werke von internationalen Künstlern aufgestellt.

Bronzestatuen, abstrakte Formen und bunte, überdimensionierte Hasenfiguren: Die neue Skulpturenallee des Europa-Parks bietet ab sofort einen Spaziergang mit zahlreichen Hinguckern. Zwischen der Alten Elz und dem Hotel „Bell Rock“ stehen nämlich bis Mitte nächster Saison 13 verschiedene Werke, geschaffen von Künstlern aus ganz Europa. Das Besondere: der Zutritt ist kostenlos. Demnach dürfen nicht nur Parkbesucher durch die Allee schlendern, sondern auch interessierte Bürger.

 

Kunst und Kultur war immer präsent im Park“, betonte Inhaber Roland Mack bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagmorgen. Mit der Skulpturenallee habe man dem Ganzen nun eine öffentliche Plattform gegeben – ein „starkes Zeichen“, betonte Mack und erklärte: „Hiermit bietet der Park nicht nur Fahrattraktionen, sondern auch eine Möglichkeit, innezuhalten und Ruhe zu finden. Hier ist ein Ort für Inspiration und Kreativität entstanden, der Kunst auf Augenhöhe bietet.“

Das Werk „auf/ab“ von Werner Pokorny besteht aus Cortenstahl und ist das erste Ausstellungsstück, das beim Betreten des Weges zu sehen ist. Foto: Piskadlo

Gefertigt wurden die Ausstellungsstücke von renommierten Künstlern wie Vitali Safronov, Ottmar Hörl oder Stephan Balkenhol. Das zeigen die Info-Tafeln, die vor den Kunstwerken angebracht sind. Darauf zu lesen sind Details zur jeweiligen Skulptur und dessen Schöpfer. Ebenfalls zu erkennen: Teilweise sind die Werke schon Jahre alt, wurden also nicht eigens für den Europa-Park erschaffen. Indes stammen alle Werke teilweise aus dem Bestand der Familie Mack und von der Firma Würth, deren Sammlung mehr als 20 000 Kunstwerke umfasst. „Uns war wichtig, dass die Skulpturen zu der natürlichen Umgebung passen und auch witterungsfest sind“, begründete Sylvia Weber, Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur in der Würth-Gruppe und Direktorin der Sammlung, die Auswahl.

Spaziergang gleicht einem Museumsbesuch

Ebenso begeistert zeigte sich Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare. „Der Europa-Park ist die größte Kultureinrichtung im ganzen Südwesten Deutschlands – und die Skulpturenallee macht das deutlich“, lobte der Rathauschef. „Als Roland Mack die Idee vorschlug, benötigte er keine große Überzeugungskraft. Schließlich handelt es sich hierbei um Kunst von internationalen Größen – und das Mitten in Rust. Ich stelle nur die Frage: ,Wie schnell kriegen wir das hin’“, erinnerte sich Klare. Laut ihm sei mit dem Gebiet zwischen „Bell Rock“ und Alter Elz ein Essemble entstanden, das einem Museumsbesuch gleiche.

Nach rund anderthalb Jahren sollen die Skulpturen abgebaut werden und in die jeweiligen Sammlungen zurückkehren. „Kunstwerke brauchen Pflege“, begründete Weber. Das Projekt solle jedoch fortgeführt und ausgeweitet werden, blickte Mack in die Zukunft.