Das Künstlerehepaar Veronika Ellwanger (vordere Reihe von links), Volker Ellwanger, Bürgermeister Patrick Haas, Künstlerin Panka Chirer-Geyer und Förderkreis-Vorsitzender Joachim Seidel folgen den Ausführungen von Kreisarchivar Clemens Joos. Foto: Rainer Bombardi

Volker Ellwangers Werke sind nun in Dauerausstellung zu sehen. Kreisarchivar Clemens Joos lobt die Weitsicht der Lokalpolitik.

Es war keine Vernissage wie jede andere, als der Vorsitzende des Förderkreises Stadtmuseum Hüfingen, Joachim Seidel, die Dauerausstellung mit Keramiken und Gemälden von Volker Ellwanger im erweiterten Stadtmuseum eröffnete. Sie war dank der Weitsicht des Gemeinderats möglich. Er ebnete der Stadt den Weg, die Räume zu kaufen, in denen einst Blumen die Räume belebten.

 

Somit war für die bis heute für die Organisatoren unfassbare Schenkung des Lebenswerks von Ellwanger eine ideale Plattform gefunden. Bürgermeister Patrick Haas dankte hinsichtlich der Gabe von rund 300 Keramiken und 200 Gemälden für eine große und unschätzbare Geste zum Wohle der Allgemeinheit. Er sprach von einem besonderen Abend, der für die Stadt weit mehr bedeute, als eine Ausstellung es ausdrücken könne. Kunst und Kultur bezeichnete er als ein wichtiges Gut und Merkmal, die das Leben in der Stadt noch lebenswerter machten.

„Ein großer Tag für Hüfingen“

In seiner Laudatio sprach Kreisarchivar Clemens Joos von einem großen Tag für Hüfingen, der sich nahtlos an die seit Jahrhunderten bestehende Kunstgeschichte der Stadt hinzufüge. Joos bezeichnete das seit Jahrzehnten bestehende kommunalpolitische Interesse als eine besondere Stütze für die Kunst. Er lobte die Verwaltung dafür, erkannt zu haben, dass die Aufgabe der Politik darin bestehe, Freiräume zu schaffen, in denen sich die Kunst entfalten könne. Kommunalpolitisches Verständnis, bürgerschaftlicher Wille und eine für der Kunst zugängliche Verwaltung skizzierte Joos als Grundvoraussetzungen, dass eine Kommune eine solche Schenkung annehmen kann.

Die Dauerausstellung im Museum weckt das Interesse der Gäste. Foto: Rainer Bombardi

Er sprach von einer freiwilligen Leistung, die in herausfordernden Zeiten einer Zukunftsinvestition entspricht, Begegnungen ermögliche und der Stadt ein einzigartiges Profil verleihe. „Hier hat die Kunst eine Heimstatt gefunden, die den besonderen Geist von Hüfingen ausmacht“, ergänzte der Kreisarchivar. Kuratorin Ariane Faller ging hinsichtlich der Schenkung Hunderter von Kunstwerken auf die Potenziale ein, die das Lebenswerk von Volker Ellwanger für zukünftige Ausstellungen biete. Im Auftrag seines Vaters berichtete Dirk Ellwanger, dass die Kunst zu den Grundbedürfnissen menschlichen Tuns und dem kulturellen Erbe zählt. Dass ein Großteil des künstlerischen Wirkens in einer kleinen Behausung in der Hauptstraße 4 in Hüfingen seine „letzte Ruhestätte“ findet, bezeichnete Dirk Ellwanger im Sinne seines Vaters als Glücksfall.

Keramiken und Gemälde

Das Geisinger Trio Possible in der Besetzung Ingrid Fromm, Johannes Tritschler und Thomas Bühler hatte die Vernissage musikalisch bereichert. In den Ausstellungsräumen des dauerhaft erweiterten Stadtmuseums bestand im Anschluss an die Vernissage ein riesiges Interesse an den präsentierten Kunstwerken. Die Gäste nutzten die Zeit zum Gespräch und um ihre Gedanken zu den einzelnen Keramiken und Gemälden auszutauschen.

Öffnungszeiten

Das Stadtmuseum Hüfingen
im Nikolausgässle 1 und den angrenzenden Ausstellungsräumen in der Hauptstraße 4 ist während der aktuellen Sonderausstellungen an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen und weitere Öffnungszeiten sind tagsüber nach vorheriger Vereinbarung jederzeit möglich. Information telefonisch unter 0172/7 21 07 78.