Zu den 1.-Mai-Kundgebungen des DGB werden unter dem Motto „Gute Arbeit - Soziales Europa“ an diesem Donnerstag bundesweit Hunderttausende Menschen erwartet. Foto: dpa

"Gute Arbeit - Soziales Europa" ist das Motto der diesjährigen Kundgebungen zum 1. Mai. Der DGB fordert etwa, dass es beim geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde keine Ausnahmen geben darf.

"Gute Arbeit - Soziales Europa" ist das Motto der diesjährigen Kundgebungen zum 1. Mai. Der DGB fordert etwa, dass es beim geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde keine Ausnahmen geben darf.

Bremen/Berlin - Zu den 1.-Mai-Kundgebungen des DGB werden unter dem Motto „Gute Arbeit - Soziales Europa“ an diesem Donnerstag bundesweit Hunderttausende Menschen erwartet. Bei der Hauptveranstaltung in Bremen wird der scheidende DGB-Chef Michael Sommer einen seiner letzten großen Auftritte haben. „Wir demonstrieren für die Würde und Rechte der arbeitenden Menschen“, heißt es in einem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbunds. In Frankfurt am Main spricht der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske, in Köln wird der IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel erwartet.

Der DGB fordert unter anderem, dass es beim geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde keine Ausnahmen für bestimmte Branchen oder Beschäftigte geben darf. Auch müsse es eine Rente geben, die zum Leben reiche und die Lebensleistung würdige.

DGB-Chef Sommer will nach zwölf Jahren nicht mehr für das Spitzenamt kandidieren. Noch im Mai soll beim DGB-Bundeskongress in Berlin ein Nachfolger gewählt werden, vorgeschlagen ist das DGB-Vorstandsmitglied Reiner Hoffmann. Die IG Metall wünscht sich einen Ausbau der Altersteilzeit. „Wir müssen individuelle, faire Ausstiegswege anbieten“, sagte ihr Vorsitzender Detlef Wetzel dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag). Wenn im Sommer die Rente mit 63 in Kraft trete, laufe zum Jahresende der alte Tarifvertrag zur Altersteilzeit aus. Dann sollten die Regelungen besonders für Geringverdiener attraktiver gestaltet werden, forderte er mit Blick auf die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie.

Die Linkspartei möchte den „Tag der Arbeit“ umbenennen. Viele Menschen würden sich inzwischen nicht mehr vor allem über ihre Arbeit definieren, sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der Zeitung „Die Welt“ (Online). „Das große Thema ist die Gerechtigkeit.“ Kipping schlug deshalb vor: „Eigentlich wäre es gut, wenn wir aus dem ersten Mai einen Tag der Gerechtigkeit machen.“

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