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Kultusminister Stoch fordert Mehr Lehrer für Flüchtlingskinder

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Flüchtlingskinder sollen besser und schneller integriert werden Foto: dpa

Stuttgart - Spracherwerb als Schlüssel zu Bildung und Teilhabe - Kultusminister Andreas Stoch (SPD) will diesen Bereich weiter ausbauen. Angesichts steigender Flüchtlingszahlen sollen mehr Lehrkräfte für Vorbereitungsklassen eingestellt werden. „Ich bin derzeit in Gesprächen mit Finanzminister Nils Schmid (SPD), diesen wichtigen Bereich durch zusätzliche Stellen weiter zu stärken“, sagte Stoch in Stuttgart. Es geht um 100 bis 200 zusätzliche Lehrerstellen, die mit höchstens elf Millionen Euro jährlich im Haushalt zu Buche schlagen würden.

Bereits bewilligt sind 162 Deputate für das Schuljahr 2015/16 sowie 62 weitere für 2016/17. Zuvor waren 200 Lehrerstellen für die Sprachförderung und Integration geschaffen worden. „Seit 2012/13 haben wir damit eine Verzehnfachung in diesem Bereich“, sagte Stoch. Dies sei nötig, weil die Zahl der prognostizierten Flüchtlinge im Südwesten für dieses Jahr um 12 000 auf 52 000 nach oben korrigiert worden sei. 30 Prozent davon seien schulpflichtig - deutlich mehr als die erwarteten 20 Prozent.

Trennung in eigene Klassen nur kurz

„Wir können die Schüler, die zu uns kommen, nicht gleich in den regulären Unterricht integrieren“, erläuterte Stoch. Dafür gebe es Vorklassen. Die nötigen Lehrkräfte, die Deutsch als Fremdsprache vermitteln könnten, seien aber rar. Überdies sei die Heterogenität in den Vorklassen sehr hoch - dort drückten Analphabeten neben Kindern mit quasi gymnasialer Bildung die Schulbank. „Eine Schnellbleiche ist da nicht möglich.“

Ziel sei es, je nach schulischer Vorbildung die jungen Menschen nach maximal einem Jahr in die regulären Klassen einzugliedern. „Die Trennung in eigenen Klassen muss möglichst schnell beendet werden, damit sich der Spracherwerb in Interaktion mit den Muttersprachlern verbessern kann“, unterstrich Stoch.

In der beruflichen Bildung will das Land die bisherige Grenze von 21 Jahren nach oben ausdehnen. Es werde versucht, auch Plätze für junge Leute bis zu 25 Jahren zu finden. Derzeit gibt es insgesamt 189 Klassen, in denen Sprachförderung und Berufsorientierung verbunden werden.

Auch für die jüngsten Hilfesuchenden steht Spracherwerb oben auf der Agenda: Für Sprachförderung und Eltern-Kind-Programme speziell für Flüchtlingskinder und ihre Familien stellt das Land 2015 zusätzlich 2,0 Millionen Euro und 2016 2,8 Millionen Euro bereit. Bereits zum Kindergartenjahr 2014/2015 hatte das Land die „Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf“ (SPATZ) um vier Millionen Euro auf rund 21 Millionen Euro pro Jahr erhöht.

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