„Die Lehrer“ sind bei H15 aufgetreten. Foto: Andrea Reichler

„Die Lehrer“ sprechen in der Kulturscheune über Lehrer.

„Die Lehrer“, das sind Ulrich Munz und Martin Ruppenthal, waren zu Gast in der Kulturscheune mit ihrem Programm „Querschläger“. Im normalen Leben sind sie tatsächlich Lehrer – mit Leib und Seele. Begleitet wurden sie von Simon Föhr auf dem Piano. Sie schaffen es von Beginn an das Publikum zu begeistern.​

 

Die Not im Bildungssystem ist groß, es fehlen Lehrkräfte. Die Lösung: Quereinsteiger suchen, egal ob Bäcker, Hausmeister, Hausfrau oder Kaufmann. Quereinsteiger erhalten Anleitungen und Tipps für das erforderliche Vorstellungsgespräch.

Es kommt alles zur Sprache, was einen Lehrer so bewegt und äußerst wichtig für den Quereinsteiger ist: Immer früher kommen, bereit sein, die Busaufsicht und Vertretungen zu übernehmen, Sitzpläne zu erstellen und bereitwillig von einem ins andere Zimmer zu wechseln.

Neinsagen ist wichtig

Auch das Grüßen will gelernt sein, nicht mit Namen, sondern „Hallo, alles klar, Deutsch, Französisch, Mathe!“ Das Neinsagen ist ebenfalls ganz, ganz wichtig im Schulalltag, es wird mit dem Publikum geübt, ebenso die Abnahme des Amtseides. Die Zuschauer gingen begeistert mit, es wurde geklatscht, es folgte ein Lacher nach dem anderen.

Alles wurde auf eine herrlich komische und überspitze, aber doch erstaunlich treffende Weise dargestellt. Alle Anwesenden, ob Lehrer oder nicht, amüsierten sich köstlich und viele erkannten sich in den Berichten über die Arbeit eines Lehrers wieder. Durch die gelungene Mischung aus rasanten Rededuellen mit Wortwitz, überzeugend gespielten Szenen und den originellen musikalischen Liedern war es ein Abend bester Unterhaltung. Das Publikum – 90 Prozent Lehrerinnen – dankte es den Kabarettisten mit langanhaltendem Beifall und bekam natürlich noch eine Zugabe.