Marja Scholten-Reniers, Landrat Sven Hinterseh, Arendt Gruben und Jochen Scherzinger (von links) hoffen auf viele Bewerber für den Kulturpreis Schwarzwald-Baar 2021. Foto: Heinig

Ausschreibung: Jury sucht bildende Künstler in der Region, die beeindrucken

Bildende Künstler, die es draufhaben, können sich jetzt um den Kulturpreis 2021 des Schwarzwald-Baar-Kreises bewerben.

Bildende Künstler, die es draufhaben, können sich jetzt um den Kulturpreis 2021 des Schwarzwald-Baar-Kreises bewerben.

Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Kulturpreis 2021 ist ausgeschrieben. Er richtet sich in diesem Jahr an bildende Künstler aus dem Nachwuchsbereich und wird vom Landkreis und der Sparkasse Schwarzwald-Baar zu gleichen Teilen ausgelobt. Abgabetermin ist der 15. Oktober.

Hervorgehend aus dem "Kulturpreis Theater am Turm" wurde der Wettbewerb 2002 zum ersten Mal vom Landratsamt und für den gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis initiiert. Seither wird der künstlerische Nachwuchs in vier Sparten zur Teilnahme aufgerufen: in erzählender Literatur/Drama, in Musik, in Schauspiel/Kleinkunst und dieses Jahr wieder in Bildender Kunst. Für die Jury wurden hochkarätige Experten gewonnen. Die gebürtige Niederländerin Marja Scholten-Reniers lebt seit 1987 in VS, war Jahrgangsbeste nach ihrem Studium der Textilkunst, studierte außerdem "Grafische School" in Utrecht, hatte und hat Lehraufträge, aktuell unter anderem an der Kunsthochschule Hohenstein. Ihre Arbeit "Mein Platz in Villingen-Schwenningen" wurde von der Stadt angekauft und ist im Franziskanermuseum Teil der Dauerausstellung.

Stephan Rößler ist seit November 2020 Leiter der Städtischen Galerie, studierter Kunsthistoriker und Politikwissenschaftler, arbeitete als wissenschaftlicher und akademischer Mitarbeiter am Kunsthistorischen Seminar der Friedrich-Schiller-Uni in Jena und an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste, kuratierte Ausstellungen zu gegenwärtigen Kunstpositionen, forscht und publiziert zu Themen der Politischen Ikonographie und zur Rezeption des Holocausts in der Kunst. Der Villinger Jochen Scherzinger ist bekannt durch sein Modelabel "Artwood", staatlich anerkannter Modedesigner und feiert seit 2015 auch Erfolge in moderner Trachtenfotografie.

Landrat Sven Hinterseh und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Arendt Gruben, hoffen, dass diesmal wieder eine Abschlussveranstaltung mit realen Begegnungen folgen kann. Geplant ist sie für den 3. Dezember. Dabei werden der oder die Sieger sich und ihre Werke präsentieren und das Preisgeld in Höhe von insgesamt 7500 Euro entgegennehmen. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr werden auch diesmal wieder virtuelle Einreichungen angenommen, sagt Arendt Gruben.

Nachwuchskünstler – übrigens jeden Alters, sofern nicht etabliert – können ihre Werke also nicht nur real oder mit einer Performance, sondern auch mittels Digitalfotografien oder einem dreiminütigen Video einreichen. Die Organisatoren hoffen auf viele Einreichungen, wohl wissend, dass die Jury es damit nicht leicht haben wird. "Es muss mich flashen", antwortet Jochen Scherzinger auf die Frage, welche künstlerische Qualität er sich erhofft. "Bei so etwas hätte ich als junge Künstlerin auch gerne mitgemacht", sagt Marja Scholten-Reniers, schaut sich die Liste der bisherigen Gewinner an und weiß: "der Kulturpreis Schwarzwald-Baar kann ein Sprungbrett sein".

Bewerbungen für den Kulturpreis Schwarzwald-Baar 2021 sollten bis zum 15. Oktober online auf der Seite www.spk-swb/kulturpreis eingereicht werden. Die Preisvergabe wird von den Juroren bei der Verleihung begründet.