Für die Schwenninger Kulturnacht sind deutlich weniger Bändel verkauft worden als geplant.
Die Schwenninger Kulturnacht hat sich zu einer Traditionsveranstaltung gemausert. Weil die meisten Angebote draußen stattfinden, hängt die Besucherresonanz auch vom Wetter ab.
Und das war am 6. Juli bei der 17. Langen Schwenninger Kulturnacht nicht so ideal. Rund 10 000 Besucher gab das städtische Kulturamt als Veranstalter später in seiner Bilanz an. Bei der Kulturnacht 2023 waren es 20 000 gewesen bei schönstem Sommerwetter.
Am Programm hat das Minus an Besuchern in diesem Jahr nicht gelegen. Denn unter dem Motto „Bunte Begegnungen“ sorgten mehr als 1000 Mitwirkende aus Vereinen, Institutionen, freien Kulturträgern und Gastronomiebetrieben für ein vielfältiges Programm. Die Bilanz der Kulturnacht 2024 ist Thema in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Mittwochabend.
„Aufgrund der Wetterlage und immer wieder einsetzenden Regens kamen in diesem Jahr deutlich weniger Besucherinnen und Besucher zur Kulturnacht. Deshalb konnten die geplanten Einnahmen durch den Bändelverkauf nicht erreicht werden“, heißt es in der Bilanz des Kulturamtes.
Regen statt Sonnenschein
Der Verkauf der Bändel sei in den darauffolgenden Tagen mit den Abendkassen und den Vorverkaufsstellen abgerechnet worden. Tatsächlich verkauft wurden 6309 Eintrittsbändel, außerdem wurden 2668 Freibändel an Mitwirkende und Sponsoren ausgegeben. Insgesamt wurden also 8977 Eintrittsbändel an Besucher eingesetzt.
Die Einnahmen aus dem Bändelverkauf (aus Vorverkauf und Abendkasse) betragen insgesamt 73 598 Euro (Bilanz 2023: 123 704 Euro). Somit sind im Vergleich zum Vorjahr Mindereinnahmen in Höhe von 50 106 Euro zu verzeichnen. Trotz einer Anhebung der Eintrittspreise in diesem Jahr um jeweils um zwei Euro (Vorverkauf zwölf Euro, Abendkasse 14 Euro) und höherer Einnahmen aus Sponsoring und Spenden konnten die gleichzeitig deutlich gestiegenen Kosten in den Bereichen Bühnentechnik, Elektrotechnik, externe Personalkosten, Dienstleistungen der Technischen Dienste VS, Sicherheitsdienste – insbesondere durch gestiegene Löhne und durch gesetzliche Vorgaben bestimmt – nicht aufgefangen werden, so dass ein Gesamtdefizit von 114 382 Euro entstanden ist (2023: 60 358 Euro).
Hinzu kommt laut Informationsvorlage für das Gremium, dass „im Haushaltsansatz 2024/25 für die Lange Schwenninger Kulturnacht nicht nur die angesetzte Einnahmeerwartung unrealistisch hochgesetzt, sondern auch der kalkulierte Abmangel auf nur 4000 Euro reduziert wurde. In den Vorjahren war der Abmangel mit 65 000 Euro im Haushalt veranschlagt“. Das Kulturamt will den Fehlbetrag von mehr als 100 000 Euro aus Mitteln des Theaterbudgets decken sowie durch Einsparungen bei den Betriebsaufwendungen.