Die Psychologin Antonia Prasser dichtet über private wie politische Themen gleichermaßen. Foto: Sina Rappold

Im Rahmen des Kulturabonnements Kulturbrücke Schopfheim Wehr steht in der Schopfheimer Museumskeller das „Vier Jahreszeiten Slam“ an.

Der Vier-Jahreszeiten Slam findet vier Mal im Jahr statt (Herbst, Winter, Frühling, Sommer) und sorgt für ein kurzweiliges abwechslungsreiches Erlebnis. Ein Poetry Slam Abend führt am Samstag, 13. März, ab 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) im Museumskeller Schopfheim in das Land der wilden Worte und bringt ganz unterschiedliche Inhalte zum Vorschein.

 

Moderiert wird der Abend von Ansgar Hufnagel mit einer ordentlichen Portion Humor und Schlitzohrigkeit. Der in Freiburg beheimatete Moderator und Künstler ist selbst mit Comedy und als Kabarettist unterwegs.

Die Texte müssen selbst verfasst sein, das Zeitlimit von sieben Minuten darf nicht überschritten und es dürfen keine technischen Hilfsmittel verwendet werden. Ansonsten zeigen die Slam Poeten ihr ganzes Können, um das Publikum mit ihren Texten zu begeistern. Zwischen Poesie und Punk, zwischen Versmaß und Prosa - kein Slam gleicht dem nächsten.

Das Publikum bildet dabei die Jury und entscheidet mit der Lautstärke des Applauses, wer am Ende gewinnt. Dabei geht es vor allem um den Spaß an der Sache und um die Liebe zur Sprache.

Mitwirkende sind die folgenden Poetry Slammer: Ricardo Raps, Antonia Prasser, Björn Kaltenbach und Jenny Beilharz

Das Markenzeichen von Riccardo Raps ist, dass er keines hat. Mit jedem seiner Texte erfindet er sich neu. Mal absurd-komisch, mal bitter-ernst, bringt er seit 20 Jahren alles zu Papier und auf die Bühne, was ihm vor den Kugelschreiber kommt. Neben seinem Notizbuch hat er auch immer seine Textsammlung „Mikrokosmos“ bei sich, aus der er auch vortragen wird.

Antonia Prasser füllt schon lange Seite um Seite mit Tinte und Gefühl und seit sie mit einem ihrer Gedichte einen Wettbewerb der Heinrich-Böll-Stiftung gewann, auch immer wieder mal sechs Minuten auf der Bühne. Hier beschäftigt die Psychologin sich am liebsten mit Themen, die gleichermaßen privat wie politisch sind: Nachhaltigkeit, Mutterschaft oder mentale Gesundheit. Wobei ihre Texte stets nahbar und nachdenkbar sind. Mit der Füllfeder seziert sie humorvoll gesellschaftliche Missstände und setzt sich ehrlich und meinungsstark dafür ein, dass aus wunden Punkten Kommas werden.

Björn Kaltenbach gehört zu den Slam Poeten der ersten Stunde, legte aber ab Anfang der 2000er-Jahre eine kurze kreative Pause ein, um sich voll und ganz der Familie, vor allem aber der Lohnarbeit zu widmen. Seit vielleicht anderthalb Jahren steht er wieder auf der Bühne, hat seitdem an wahrscheinlich mehr als zwölf Poetry Slams teilgenommen und eventuell drei davon gewonnen. Er ist Träger von Chucks, bunten Hemden und Preisen und trinkt seinen Espresso ohne Zucker.Kaltenbach stammt aus Rheinfelden, absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler sowie ein Studium der englischen und deutschen Sprache und Literatur in Freiburg im Breisgau. Er lebt in Esslingen am Neckar.

Der 22-jährigen Jenny Beilharz war das Dorfleben im tiefsten Schwarzwald schon als Kind zu langweilig, weshalb sie mithilfe von Prosa, Lyrik und einer kleinen Bibliothek schon früh in die Welt der Worte eintauchte. Schnell entdeckte sie auch ihre Liebe fürs Schreiben und stolperte 2023 das erste Mal auf die Bühne bei einen Poetry Slam. Seitdem teilt Jenny mit scharfem Verstand und noch schärferem Stift ihre Gedanken auf allen möglichen Bühnen – gerne auch mit einer ordentlichen Portion Humor. Im Mai 2025 nahm sie an den Baden-Württembergischen Meisterschaften teil.

Special Guest ist der Liedermacher Ands (Achtung Amsel). Veranstalter des Vier-Jahreszeiten Slams ist die Stadt Schopfheim.

Eintrittskarten kosten 18 Euro beziehungsweise 15 Euro für Menschen mit Behinderung sowie zehn Euro für Schüler und Studenten. Tickets sind im Vorverkauf bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, reservix.de, Pipe Corner und der Tourist Information Schopfeim erhältlich.