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Kultur- und Museumszentrum Glatt Viele Absagen und wenige Besucher

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2020 hatten Interessierte Corona-bedingt wenig Chancen, die Ausstellungen im KMZ Schloss Glatt zu besuchen. (Archivfoto) Foto: Steinmetz

2020 war für die Museen ein hartes Jahr. 5231 Gäste besuchten das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt, mehr als 60 Prozent weniger als im Vorjahr. Schuld ist die Corona-Krise.

Sulz - 2 0 Jahre lang gibt es das KMZ nun schon. Seine Aktivitäten reichen von historischen oder Kunstausstellungen über Lesungen und Vorträge bis hin zu Theater- und Konzertveranstaltungen. Wie das Jahr 2020 ablief, schilderte Museumsleiter Cajetan Schaub in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Ab 15. März musste das KMZ in diesem Jahr Corona-bedingt bis Mitte Mai geschlossen werden. Am 2. November folgte dann der zweite Lockdown. Entsprechend eingebrochen sind die Besucherzahlen. In den besten Jahren, etwa 2018, besuchten 18 295 Gäste das KMZ. In diesem Jahr bleibt die Zahl vierstellig.

Zwangspause genutzt

Dennoch waren die Verantwortlichen nicht untätig und nutzten die Zwangspause sinnvoll. Es wurde mit der wissenschaftlichen Inventarisation begonnen. Dafür wird ein Computerprogramm der Landesstelle für Museumsbetreuung eingesetzt. 98 Prozent der Glatter Museumsprojekte wurden bisher inventarisiert. Zudem konnte in diesem Jahr nach langer Planung ein Außendepot des Bauernmuseums im Schuppengebiet in Dürrenmettstetten gebaut werden. Des Weiteren wurden einige Objekte restauriert. Geforscht wurde zu den Themen Brauchtum, Bauernkrieg und bäuerliches Leben. Die Ergebnisse sollen in künftige Projekte einfließen.

2020 konnten nur 14 der geplanten Sonderveranstaltungen, fünf davon in Trägerschaft des KMZ, durchgeführt werden, berichtete Schaub. 1180 Besucher kamen. Im vergangenen Jahr gab es 21 Veranstaltungen, die 6467 Interessierte besuchten.

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Corona zum Opfer fielen ein Konzert im Rahmen der Horber Musiktage, der Internationale Museumstag, der Schlosserlebnistag, die Ausstellung von Tobias Kammerer, die auf das kommende Jahr verschoben wurde, und - ­was das KMZ besonders schmerzt - die Lange Museumsnacht mit Ritterlager und Mittelaltermarkt. "Das hat uns hart getroffen. Allein zu dieser kommen meist 4000 bis 5000 Besucher an einem Wochenende", erklärte Museumsleiter Schaub.

Im Schlosshof konnte "Das kunstseidene Mädchen" vom Zimmertheater Rottweil aufgeführt werden. Mit 68 Besuchern war die Aufführung nach Anwendung des Hygienekonzepts ausverkauft.

49 Führungen abgesagt

49 bereits gebuchte Führungen musste man 2020 absagen. Ab Sommer bestand dann die Möglichkeit, Führungen unter Auflagen anzubieten. Dann habe sich die Nachfrage jedoch in Grenzen gehalten, meinte Schaub. In diesem Jahr wurden daher lediglich neun Führungen durchgeführt. Großer Beliebtheit erfreut sich das Wasserschloss in Glatt bei Hochzeiten.

Für 2021 plane man angesichts der unklaren Pandemie-Entwicklung derzeit äußerst verhalten, meinte Schaub. Unter Vorbehalt angedacht seien das Neujahrskonzert, der Internationale Museumstag, der Schlosserlebnistag, die Ausstellung von Tobias Kammerer und die Opernfestspiele.

2025 wird es eine Ausstellung zum Thema Bauernkrieg geben, kündigte Schaub jetzt schon an.

Heidi Kuhring (GAL) ­erkundigte sich danach, ob man schon an einen virtuellen Rundgang gedacht habe. Ein solcher bestehe bereits für das Bauernmuseum, erklärte Schaub. An den Möglichkeiten für eine Ausweitung dieses Rundgangs arbeite man schon seit einer Weile.

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