Tonio Paßlick (links) mit Flöte und Martin Kutterer mit der Rahmentrommel Daf beim Märchen- und Musikabend in der „Wirkstatt“ der Ambulanten Hospizgruppe Dreiländereck Foto: gok

Nicht nur im wahren Leben sind kreative Wege gefragt. Bei einem Abend in mit Musik und Märchen ist klar, Erzählungen zeigen diese Schritte auch auf.

Freie Stühle hatte der Veranstaltungsraum der „Wirkstatt“ der Ambulanten Hospizgruppe Dreiländereck bei ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung im März keine mehr zu bieten. Der Klangtherapeut und Musiker Martin Kutterer und der Erzähler und Flötist Tonio Paßlick gestalteten eine Stunde mit Märchen, Poesie und Musik, deren Inhalte um Vergänglichkeit, Trauer und die Kraft der Resilienz kreisten.

 

Die meisten Menschen in den Geschichten, die Paßlick frei und mit klanglich animierender Untermalung erzählte, suchten kreative Lösungen für Schicksalsschläge. Ob es der Tagelöhner im armenischen Märchen oder die Frau in der Erzählung der Bororo-Indios vom Orpheus-Zaunkönig Uirapuru war – oder die Beutelratte, die sich nach einer kolumbianischen Erzählung im Alter „fledermausen“ wollte. Und für die Verwandlung allen Mut aufbringen musste, der mit Verlust und Risikobereitschaft einherging.

Bezaubernde Saiten-Klänge

Die eingestreuten passenden poetischen und lyrischen Texte unterstützten die Verarbeitung des Gehörten genauso wie musikalische Stücke, die mit Gitarre, Bali-Flöte oder Gemshorn, dem klangvollen Hang oder den bezaubernd schönen Saiten-Klängen des Kotamo und Monochords Stimmungen schufen, in die das Publikum mit allen mitgebrachten inneren Bildern eintauchen konnte.

Gelungene Premiere

Dafür waren einige Besucher auch vom Hotzenwald und Hochrhein gekommen, die sich wie fast alle Besucher beim anschließenden Umtrunk sehr berührt und bewegt äußerten. Nach der gelungenen Premiere werden die beiden in der Region mit Themen wie „Raunächte“ oder „Helenas Träume“ schon öfters aufgetretenen Akteure in Zukunft häufiger in der „Wirkstatt“ zu hören sein.