Einen unvergesslichen Abend durften rund 400 Besucher in der Sulzer Stadthalle bei einem nicht ganz alltäglichen Doppelkonzert des Akkordeonorchester des Musikverein Sulz und der Gruppe „Die Band“ erleben.
Zwei Konzertteile verschmelzen beim Böhmischen Traum miteinander zu einem Guss. Das Akkordeon Orchester präsentierte anspruchsvolle Stücke sowie spannende Arrangements.
„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ – das beginnt beim Akkordeonorchester des Musikverein Sulz mit der Musikalischen Früherziehung. Auf spielerische Art lernen die Vier- bis Sechsjährigen mit Hilfe von Schlaginstrumenten Taktgefühl und Rhythmus.
Junge und Alte legen los
Und diese eröffneten auch den Konzertabend – und sie meisterten sie ihre Stücke mit Bravour. Ein Stück älter – ab sechs Jahre – waren die Kiddies, die mit „Let´s Start“ ein dreisätziges zeitgemäßes Werk dabei hatten. Voller Stolz traten sie gemeinsam mit den „Alten“ des Akkordeonorchesters und ihrem Stück „Save Your Tears“ auf.
Mit einem Arrangement für Akkordeon-Orchester von Hans-Günther Kölz ging es beim Auftakt des Hauptorchesters zurück bis ins Jahr 1968 zu Paul und Barry Ryans symphonischen Welthit „Eloise“. Mit einem Medley der Münchner Freiheit schwappte das Konzert ins Nachbarland Bayern zur der 1980 gegründeten gleichnamigen Gruppe.
Auf nach New Jersey
Mit dem Titel „Fields of Gold“ versetzte das Akkordeonorchester seine Zuschauer in ein englisches Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, wo man herauszuhören glaubte, wie der Wind die schimmernde Oberfläche des Getreides bewegt.
Mit dem Medley für Akkordeonorchester „Bon Jovi in Concert“ ging es nach New Jersey zur gleichnamigen US-amerikanische Rockband, die in den 80er-Jahren mit Hits wie „Living on a Prayer“ „Runaway“ oder der Rockballade „Bed of Roses“ die Charts stürmten.
Zugabe ist Pflicht
Mit dem 1978 veröffentlichten Titel „Don`t Stop me now“ aus der Feder vom legendären Leadsängers Freddie Mercury luden die Musiker ihr Publikum auf eine Reise mit Sternschnuppen, dem Mars und Lady Godiva ein. Natürlich mussten die Akkordeonspieler mit „Erinnerungen an Zirkus Renz“ noch ein Zugabestück geben.
Die Leitung der Musikalischen Früherziehung, die Kiddies und dem Akkordeonorchester Sulz lag in den Händen von Ramona Merk. Durchs Programm führte Nadja Keucher.
Gute Laune und Rock & Roll
Im zweiten Teil des Konzertabends nahm Die Band mit einem breiten Mix poppiger Sounds und Elemente, fetten Beas und traditionellen Klängen von Rock & Roll über Pop bis hin zur Polka die Zuschauer mit auf eine unvergessliche Reise durch die vielseitige Musikwelt.
Mit ihrer böhmisch-mährischen Ausrichtung versprühten die Musiker beste Laune und begeisterten das Publikum bereits im fünften Jahr.Die Band begann mit dem temperamentvoll vorgetragene Stück „Greta Balls oft Fire“, einem Rock & Roll-Song von Jerry Lee Lenis aus dem Jahr 1957.
Schweizer und Briten
Mit „Not Rotts“ ging es mit der ersten Singleauskopplung aus ihrer gleichnamigen Album zu einem Lied der in Deutschland lebenden Popsängerin Alice Mentor. Toni Watsons Popsong „Dance Monkey“ entwickelte sich zum internationalen Hit.
„Ein Leben lang“, eine Polka der fünf Musiker Die Fäaschtbänkler und weitere Schweizer Hits brachten das Publikum zum Tanzen und Mitsingen. Der britische Popsängers Robbe Williams besang in „Angela“ die Engel, die ihn auf seinem Lebensweg beschützen mögen und über ihn im Himmel wachten.
Premiere und großes Treffen
Mit Sabine Rebmann als Sängerin gab es eine Premiere an diesem Abend. Bei dem Konzert kam es zum Schluss auf ein erhofftes Aufeinandertreffen der Superlative mit Die Band und dem Akkordeonorchester.
„Wenn ich träume in der Nacht träume ich immer von dir“ – natürlich musste hierfür die Königin unter den Polkas, der „Böhmische Traum“ herhalten, der zum Standardrepertoire vieler Blaskapellen geworden ist. Die Besucher waren begeistert und genossen die bunte Mischung aus Blasmusik und Akkordeonklängen mit vielen bekannten Hits an dem musikalisch sehr abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend in der Stadthalle im Backsteinbau.
Mit ihrem großen langanhaltendem Beifall konnte das Publikum den hervorragenden Musikern dankend wieder ein Stück zurückgeben.