Die Gruppe um Hansjörg Weisser (Fünfter von links) ist voller Elan. Foto: Klosterbergfabrik

Bewegung in der Bergstadt-Kulturszene: Derzeit könnte sich diesbezüglich mit der „Klosterbergfabrik“ von Hansjörg Weisser ein weiterer interessanter Treffpunkt für Kulturliebhaber etablieren.

Nachdem Ende vergangenen Jahres ein erstes Livekonzert in den Räumen der ehemaligen Schreinerei Finkbeiner in der Friedrichstraße stattfand, gibt es nun am Samstag, 5. April, ein Konzert mit gleich zwei Bands.

 

Zunächst greift die nach eigener Aussage „angesagte Rentnerband aus dem Schwarzwald“, die WhiteBeards, in die Saiten und Tasten. Mit Bernhard Betting (Gitarre), Edgar Spies (Bass, Mundharmonika, Gesang), Ingo Perk (Tasteninstrumente), Wilhelm Ploetz (Gitarre, Akkordeon, Gesang) und Reiner Bergis (Schlagzeug, Gesang) treten Musiker auf, die man in St. Georgen von zahlreichen Live-Auftritten in der Vergangenheit kennt.

Musik ist von Hand und mit Spaß gemacht

„Das Spektrum reicht von Oldies der 60er Jahre über Clapton’s Blues und ‘all-time-Hits’ bis hin zu swingenden Jazz-Standards. Die Musik ist handgemacht und lässt viel von dem Spaß erkennen, den man dabei hat“, heißt es weiter in der Info der Band.

Anschließend gibt die bekannte Freiburger Combo Little Walter’s Rock’n’Roll Zirkus erstmals ihre Visitenkarte in der Bergstadt ab. Die Gruppe spielt eigenen Informationen zufolge authentischen Rock’n’Roll und ist doch alles andere als eine „normale“ Oldie-Band.

Seit über 60 Jahren auf der Bühne

„Little Walter“ Golczyk (Gitarre, Gesang) verkörpert ein Stück deutscher Nachkriegskultur und Rock’n’Roll-Geschichte. Seit den frühen 60er Jahren macht er professionell Musik. Mit ihm stehen Arno „los stickos“ Schorrer-Maier (Schlagzeug), Jörg Weirich (Gitarre) und Peter Streicher (Bass) auf der Bühne – getreu ihrem Leitspruch “the heart of Rock’n’Roll is still beatin’”.

Für die “WhiteBeards” gibt es in der Klosterbergfabrik“ ein “Heimspiel”. Foto: “WhiteBeards”

Im Gespräch mit der Redaktion gab Hansjörg Weisser Näheres zum Projekt „Klosterbergfabrik“ bekannt und informierte über Pläne und konkrete Vorhaben. Demnach stammt die Idee dazu von Gaby Erchinger, der Mutter des Jazzpianisten Andi Erchinger. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, Nachbarn und Freunden wurde ein Konzept für das Projekt erarbeitet. In diesem Kreis, so Weisser, sei auch der Name „Klosterbergfabrik“ entstanden.

Die Jungs von “Little Walter’s Rock’n’Roll Zirkus“ garantieren beste Unterhaltung. Foto: Little Walter

Alles basiere auf ehrenamtlichem Engagement. Ein Schwerpunkt sei das Organisieren von Live-Auftritten mit Musikformationen etwa der Genres Jazz, Blues, Rock, Metal, Hip-Hop und Neoklassik. Bei Letzterem starteten Gymnasiallehrer, Musikschullehrer und Hobbymusiker aus der Nachbarschaft eine regelmäßig abgehaltene „offene Bühne“ für Klassikimprovisationen zur Förderung von Nachwuchsmusikern. In Planung seien auch ein Gipsy-Jazz-Konzert mit ehemaligen Residenten von „Global Forest“, Hip-Hop mit der St.Georgener Band Birkenwald sowie das „Come TogetherZ Festival“, das in diesem Jahr während des Stadtfestes stattfinde. Wegen möglicher Lärmbelästigungen suche man aber stets vorher das Einvernehmen mit den Nachbarn. Außerdem, so Hansjörg Weisser, lade die „Klosterbergfabrik“, an Samstagen zum „Erzählcafè“, „Treffen Kunst-Werk“, „Geschichtsstüble“ und zu weiteren Projekten ein. Informationen gibt es auch unter www.klosterfabrik.de.