Stadtarchivar und Museumsleiter Andreas Morgenstern mit dem Original-Modelleisenbahn-Anlagenplan aus dem Nachlass von Ivo Cordes. Foto: Dorn

Die Schiltacher Museen verzeichnen deutlich steigende Besucherzahlen. Neben der Jubiläumsausstellung laufen die Planungen für neue Highlights.

Ein deutliches Besucherplus konnte Andreas Morgenstern in seinem Kulturbericht im Gemeinderat für die Schiltacher Museen vermelden.

 

Stand Ende Oktober hätten die Besucherzahlen im Museum am Markt mit wechselnden Ausstellungen und in der Dauerausstellung zur Flößerei im Schüttesäge-Museum die Zahlen aus 2024 um 1858 Besucher oder sieben Prozent überschritten, mit etwas Glück sei bis Jahresende sogar das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2023 (unter anderem mit der erfolgreichen „Heimat“-Ausstellung) noch zu erreichen.

Jubiläumsausstellung als archivarisches Highlight

Aus archivarischer Sicht war für Morgenstern die Ausstellung zum 750-jährigen Stadtjubiläum ein Highlight, waren dort doch Exponate ausgestellt, die man nur selten zu Gesicht bekommt wie das Lagerbuch aus dem Jahr 1591, das Morgenstern nur mit viel Bauchschmerzen den Besuchern und damit dem Tageslicht aussetzte.

Fußball-Ausstellung für 2026 geplant

Für 2026 ist in Zusammenarbeit mit der Spielvereinigung 1926 Schiltach eine Fußball-Ausstellung zum 100-jährigen Vereinsjubiläum geplant, die Ausstellung „Fußball im Wandel der Zeit“ werde mit diesem Sujet sicher ein Selbstläufer auch für die ausländischen Touristen, vielleicht würden mit der schönsten Nebensache der Welt 2026 und vielen fußballverrückten spanischen Gästen dann auch die Marke von 30 000 Besuchern geknackt, so Morgenstern.

Neue Exponate und wenig Platz im Archiv

Aber auch für andere Nebensachen beziehungsweise Hobbies hat Morgenstern längst ein Faible entwickelt, so fiel ihm 2017 ein Modelleisenbahn-Heft mit einem Anlagen-Bauplan für den Bahnhof Schiltach für verschieden Spurgrößen in die Hand, aus dem Nachlass des Modelleisenbahn-Journalisten Ivo Cordes konnte Morgenstern jetzt für das Museum die Original-Vorlage sichern. Im Archiv würde mit jeder größeren Material-Lieferung – zuletzt mehrere Ordner zum Nachlass des Schiltacher Athleten-Vereins – der Raum knapper, noch könne man sich behelfen.

Für Weihnachten habe man aktuell noch die Ausstellung der Bilder des Schiltacher Künstlers Silas Bühler im Comic-Stil „Der Teufel von Schiltach“ geplant, ebenfalls noch rechtzeitig zu Weihnachten seien Exemplare des „Schiltach-Stadtbilds“ (im Original im Foyer des Rathauses ausgestellt) von Norbert Stockhus in streng limitierter Kleinserie (Auflage 15 Stück) erhältlich.