Ob Kammermusik oder Schauspielklassiker – in diesem Herbst zeigt Nagold wieder die ganze Bandbreite von Musik und Theater.
Hochkarätige Musikerinnen und Musiker, renommierte Ensembles und abwechslungsreiche Theaterproduktionen versprechen ein vielseitiges Programm.
Den Auftakt markiert das Musica Varia Ensemble am 27. September im Kubus. Das ungewöhnliche Streichquintett, bestehend aus zwei Violinen, einer Viola, einem Violoncello und einem Kontrabass, überschreitet die Grenzen zwischen ernster Musik und Unterhaltungsmusik. Das Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Klassische Moderne bis hin zu Tango, Swing, Musical, Film- und Weltmusik. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, wird das Ensemble durch die aus Paris stammende Pianistin Gina Poli verstärkt. Sie ist eine international ausgezeichnete Solistin und Dozentin an der Stuttgarter Musikhochschule.
Das Trio Ariadne setzt die Reihe am 18. Oktober fort – ebenfalls im Kubus. Drei herausragende junge Musiker – die international gefragte Oboistin Myriam Navarri, der Hornist Thomas Mittler sowie und die Pianistin Josefa Schmidt – spannen in ihrem Konzertprogramm einen Bogen von Werken Robert Kahns, Pavel Haas’ und Jane Vignerys, deren Kompositionen vom Schatten der NS-Zeit gezeichnet sind, bis hin zum hoffnungsvollen Reinecke-Trio als Ausdruck der versöhnenden Kraft der Musik.
Hommage an das Kino
Die Burghofbühne Dinslaken bringt am 25. Oktober Patrick Barlows Bühnenfassung von Alfred Hitchcocks Klassiker „Die 39 Stufen” auf die Bühne der Nagolder Stadthalle. Das Stück verbindet rasant-parodistische Komik mit der Atmosphäre des Film Noir. Das temporeiche Schauspiel begeistert mit einer Hommage an das Kino.
Getreu dem Motto „Virtuos vereint“ laden der Trompeter Matthias Höfs und der Pianist Nikita Volov am 22. November im Kubus zu einer musikalischen Reise durch drei Jahrhunderte ein. Werke von Albinoni, Mozart, Beethoven, Debussy, Strawinsky und weiteren Komponisten verbinden barocke Eleganz, romantische Leidenschaft und moderne Klangsprache. Originalkompositionen und Bearbeitungen für Trompete und Klavier zeigen dabei die ganze Bandbreite von Virtuosität, Ausdrucksstärke und stilistischer Vielfalt.
Eric-Emmanuel Schmitts berührende Geschichte „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ erzählt am 13. Dezember in der Stadthalle vom zwölfjährigen Moses, der im Pariser Alltag bei dem alten Ladenbesitzer Monsieur Ibrahim Halt findet. Dieser zeigt ihm mit Liebe, Nachsicht und Lebensweisheit den Weg zum Glück. Das Theater Baden/Alsace bringt diese Erfolgsgeschichte heiter, bewegend und voller Musikalität auf die Bühne und schlägt damit einen poetischen Bogen zwischen Okzident und Orient, Paris und der Türkei.
Weiter Veranstaltungen stehen im ersten Quartal des kommenden Jahres auf dem Spielplan. Tickets und weitere Informationen zur Reihe sind online verfügbar unter https://nagold.reservix.de/events.