Cara Lila Bauer sagt, wie sie den Kunstverein Oberer Neckar retten will. Foto: B. Schwarz

Baiersbronner Künstlerin will neue Vorständin des Kunstvereins Horb werden. Was sie mit Ex-OB Peter Rosenberger gemeinsam hat.

Das ist ein Hoffnungsschimmer für die Kulturszene im ganzen Landkreis Freudenstadt: Cara Lila Bauer, Künstlerin aus Baiersbronn, versucht den Kunstverein Oberer Neckar aus Horb zu retten. Er steht vor der Auflösung, wenn sich kein neuer Vorstand findet.

 

Cara Lila Bauer sagt: „Ich bin vom Sternzeichen her Widder. Diese Aufgabe passt dazu. Ich will es versuchen und kandidiere deshalb für den Vorstand des Kulturvereins Oberer Neckar. Mehr wie schiefgehen kann es nicht.“

Das hat sie mit Horbs Ex-OB Rosenberger gemeinsam

Für Astrologen: Auch Horbs langjähriger OB Peter Rosenberger (CDU) ist Widder. Egal – wie man zu seinem Wirken steht – Rosenberger war in seiner aktiven Zeit immer ein Kämpfer für das, was er für Horb für am besten hielt. Egal, ob den Ausbau der Windkraft in Horb oder die Umsetzung des City-Schleifles beim Kernstadt-Umbau in Horb.

Der Moment des Abschieds: Der Rathaus-Chor hatte Lieder für den scheidenden OB Peter Rosenberger (CDU) im Oktober 2025 gesungen. Foto: Jürgen Lück

Durch eine exzellente interne Personalführung und Kommunikationsfähigkeit schaffte er es, eine gute interne Stimmung unter den Rathaus-Mitarbeitern zu schaffen. Jeder, der bei Peter Rosenbergers Abschied den Rathaus-Chor in der Hohenberghalle Horb beobachten konnte, spürte das.

So sieht Cara Lila Bauer ihre Chancen

Genau das, was der Kunstverein Oberer Neckar jetzt braucht. Er ist zerstritten – zwischen einigen langjährigen Mitgliedern und der jüngeren Generation. Lila Bauer sagt: „Ich gehe von 50 zu 50 aus, dass es gelingt, den Verein zu erhalten. Konkrete Vorstellungen habe ich noch nicht – wichtig ist, dass sich ein Schatzmeister findet. Ich bin gespannt auf Montag, wie die Leute auf mich reagieren und wie weit die Bereitschaft der Mitglieder ist, den Verein zu erhalten.“

Impressionen Im November 2025 aus der Galerie des Kunstvereins Oberer Neckar im Kloster Horb (von links): Katrin Kinsler, Eva Michielin, Josef Nadj und Ex-Vorsitzender Benno Müller Foto: Jürgen Lück

Bauer an sich glaubt, dass sie das Richtige mitbringen könnte. Die Künstlerin aus Baiersbronn (aus familiären Gründen vom Ruhrgebiet in den Schwarzwald gewechselt): „Ich habe 30 Jahre lang im Ruhrgebiet gelebt. Zwei Jahre lang war ich erste Vorsitzende des Herner Künstlerbundes. Dort gab es auch die Differenzen zwischen Tradition und Innovation. Das habe ich versucht, dadurch zu lösen, in dem viel kommuniziert wurde. Und alles demokratisch gelöst wurde. Das führte zu Kompromissentscheidungen.“

Das sagt Horbs Kulturmanager Sven Gnass

Die gesunde Struktur des Vereins sieht sie als großes Plus: „Die Vereinsstruktur mit den langjährigen Sponsoren und der Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit sind ein enormes Pfund.“

Horbs Kulturmanager Sven Gnass ist froh über die neue Entwicklung. Er sagt: „Ich bin sehr glücklich, dass sich mit der Kandidatur von Lila Bauer eine Chance bietet, den Kunstverein Oberer Neckar zu erhalten. Wenn ich unterstützen kann, helfe ich gerne.“

Die Entscheidung, wie es mit dem Kunstverein Oberer Neckar weiter geht, fällt am Montag, 11. Mai ab 18 Uhr auf der Hauptversammlung im Kloster.