Der Chor Männer-Xang-Selbstsechst trat beim Kleinkunst-Gottesdienst mit Pfarrerin Ulrike Krumm auf. Foto: Wolfgang Grether

Kleinkunst-Gottesdienste unter dieser Überschrift verbindet Pfarrerin Ulrike Krumm kirchliche Andachten mit kulturellen Beiträgen in der Kirche St. Agathe.

Zur abendlichen Feier am letzten Sonntag trafen sich die Pfarrerin und das Männer-Xang-Selbstsechst.

 

Die Idee zum Auftritt hatte Monika Becker zusammen mit Wolfgang Bühler, dem Organisator der Gesangsgruppe, der krankheitsbedingt am Auftritt nicht teilnehmen konnte. So wurde aus dem Sextett ein Quintett.

Die Besucher im voll besetzten Kirchenhaus genossen die Lieder mit christlichem Hintergrund. Die Moderation zwischen den Auftritten übernahm Pfarrerin Ulrike Krumm. Sie machte aus den Ansagen kurze Predigten, die sorgsam auf Bedeutung, Hintergrund und Inhalt der Liedtexte und Kompositionen eingingen. Raum zum musikalischen Genuss und zum Nachdenken gaben die sechs gestandenen Männer aus Eichen in ihren Auftritten.

„The Fields of Athenry“, das Lied aus Irland mit seiner Erinnerung an Armut, Liebe und Hoffnung, öffnete das Gesangstor zum Abend. Der Hinweis von Pfarrerin Krumm auf singende Fußballfans, die das Lied zu ihrem Stadiongesang erkoren hatten, und die Herkunft des Textes eröffneten den Gästen Traurigkeit und Perspektive des Liedtextes.

Weite und Sehnsucht, klein und groß, Trennung und Verbindung fasste der Schweizer Liedermacher Peter Reber in „D’ Chinder vom Kolumbus“ zusammen, die Männer aus Eichen brachten das Meer mit seinen Eindrücken nach Fahrnau.

„The Sound of Silence“ reflektiert die Einsamkeit der Nonkommunikation in der modernen Gesellschaft. Verbindung und Verständnis herrschten dagegen im Publikum.

„Faschd wie e Gebät“, Worte, die Peter Reber für seinen Sohn schrieb und die von Augen sprechen, die nicht nur sehen, sondern auch hinsehen, und von Ohren, die nicht ausschließlich hören, sondern auch zuhören. „Sprüchli“, das Lied, das erzählende Lebensweisheiten einer Mutter für ihren Sohn, verband Pfarrerin Krumm mit dem Matthäusevangelium und der Heilung eines Jungen, erbeten vom Vater und dem damit verbundenen Vertrauen auf Jesus.

„Homeward Bound“, das Lied von Freiheit, Selbstentfaltung und Vertrauen von Marta Kern, erfreute Gäste und Moderatorin zugleich. „Gued Nacht mitnand“ schloss den Abend ab, aber nur fast, denn ohne Zugabe durften die Sänger nicht gehen. Mit „Sternli vom Stern“ traten sie noch einmal auf und sagten damit - Gute Nacht