Längst kommen nicht mehr nur Einheimische zum Mostbesen nach Engstlatt. Die Veranstaltung ist Kult. Wir haben nachgefragt, wie es hinter den Kulissen lief.
Vor 15 Jahren ging der Mostbesen in Engstlatt zum ersten Mal an den Start. Der gemütliche Hock mit Speis, Trank und Musik ist längst zum Kult avanciert. Auch bei den Machern, dem Musikverein Engstlatt. Anabel Acker ist Schriftführerin und zieht Bilanz.
Startschuss war traditionell am Samstag der Besen-Woche mit dem Umzug – in diesem Jahr bei Kaiserwetter. Vom anstehenden Herbst war keine Spur – dafür aber von hunderten Besuchern, die jeden Abend kamen, mit Essen aus der Besenküche verköstigt wurden und Livemusik zu hören bekamen.
Der Mittwoch bringt das Team an die Grenzen
„Der Mittwoch war aufgrund des tollen Wetters der beste Tag mit den meisten Besuchern und wir durften viele Fahrradgruppen begrüßen“, berichtet Acker. Und weiter: „Der Außenbereich wurde aufgrund dessen nochmals mit einigen Tischen erweitert.“ Wobei sie zugeben muss, dass eben jener Mittwoch sie und ihre Mitstreiter „an unsere absoluten Grenzen gebracht hat“, um die Menschenmengen, die in den Besen gestürmt waren, zu bedienen.
Soll der Mostbesen erweitert werden?
Wird der Mostbesen also wachsen? Nein, meint Acker, Erweiterungen oder Ähnliches seien aufgrund der Kapazität nicht geplant. Dabei spricht sie ein Lob an ihre Vereinskollegen aus: „Es waren immer viele Vereinsmitglieder außerhalb ihrer Schichten vor Ort und haben bei Engpässen immer mitgeholfen und unterstützt.“ Dies zeige den sehr guten Zusammenhalt innerhalb des Vereins. „Jeder kann sich auf jeden verlassen, gerade in Extremsituationen,“ sagt Acker.
So geht es für die Macher weiter
Auch der Abbau sei reibungslos vonstatten gegangen. Jetzt gehört der Austragungsort – der Bauhof – wieder der Ortschaftsverwaltung. Insgesamt berichtet Acker von einem sehr friedlichen Verlauf des Mostbesens. „Es gab keine Ausfälle, Probleme, Gewalt, Streiterein oder ähnliches“, so die Schriftführerin.
Jetzt heißt es für den Musikverein aber: „Nach dem Besen ist vor dem nächsten Besen“, denn am 4. Oktober findet schon die Apfellese und Mosterei für den Besen 2026 statt.