Mit drei Chören, starken Stimmen und Humor feierte der Gesangverein Harmonie Brigachtal sein 105-jähriges Bestehen.
Der Gesangverein Harmonie Brigachtal feierte am Samstagabend im Martinssaal sein 105-jähriges Bestehen mit einem begeisternden Konzert. Als Gastchöre hatte die Harmonie die Männergesangvereine Sunthausen und Hausen vor Wald eingeladen, die mit starken Männerstimmen den Saal in Stimmung versetzten.
„Wenn man sein 100-jähriges Jubiläum wegen Corona nicht feiern kann, dann darf man ruhig sein 102-jähriges und 105-jähriges Bestehen feiern“, begrüßte Simone Wohlgemuth die gut gelaunten Besucher im Martinssaal.
Sogar ein paar von Kälte abgehärtete Sänger von den Oberkirnach-Klängen hatten sich auf den Weg ins Brigachtal gemacht.
Sogar ein Abstecher nach Paris
Evelyn Belle, Witwe des ehemaligen Bürgermeisters und Bundestagsmitglieds Meinrad Belle, der auch einige Jahre den Brigachtaler Chor geleitet hattee, und Berthold Kederer sagten launig die Lieder der Harmonie an. Ihr neuer Dirigent Kasuma Abe hatte sich schnell mit der Harmonie angefreundet und den Chor noch weiter entwickelt, wie Simone Wohlgemuth erklärte.
Mit „Champs Elysee“ schlenderten die Sängerinnen und Sänger musikalisch durch Paris, um sich dann einem ernten Thema zuzuwenden: „Lasst uns als Freunde zusammenstehen“, lautete ihr gesanglicher Appell gegen Kriege, nach „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen gaben sie die Bühne frei für den Männergesangverein Hausen vor Wald mit seinem neuen jungen dynamischen Dirigenten und Solisten Philip Schulz.
Mit „Tabaluga überbrachten sie gesanglich die Botschaft der Schildkröte an den kleinen Drachen. Und dann „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“ mitklatschen und abrocken war erwünscht, dann wurde es wieder ruhiger mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay.
Karma oder Strafe?
Dann enterten die Männer aus Sunthausen mit ihrer Leiterin Martina Wenzler-Gail am Klavier, und schmetterten „Schön ist das Dasein“. Dann packten sie musikalisch die Keule aus und besangen mit „How to be in good company“, den Mann, der seine Frau umbrachte, dabei pfiffen und tanzten sie und wurden noch von der „Frau am Klavier“ angefeuert. Das Happy-End: Als der Mann selbst in die Höhe einfuhr, wurde er dort von seiner umgebrachten Frau begrüßt“ – das ist Karma oder Strafe.
Nach der Pause legten alle drei Chöre noch einmal eine Schippe drauf, und am Schluss sangen die Männer von Hausen vor Wald selbstironisch: „Wir sind die alten Säcke, eine ganz besondere Truppe“. Simone Wohlgemuth bedankte sich noch bei den Dirigenten und Solisten mit einem kleinen Geschenk, dann bestieg das Brigachtaler Quartett „echt un g’miätlich“ mit Tuba und was man so braucht die Bühne für den heiteren Ausklang eines tollen Konzerts.
In der Küche hatte das Männer-Trio Michael Maier, Achim Bartler und Nico Herbst bis zum Schluss für das leibliche Wohl gesorgt.