Die Gastköche und Winzer freuten sich gemeinsam mit Familie Sackmann über den gelungenen Abend. Foto: Monika Braun

Kreative Spitzenküche, familiäre Gastfreundschaft und internationale Einflüsse verbanden sich bei der kulinarischen Herbstnacht im Hotel Sackmann zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die kulinarische Herbstnacht im Hotel Sackmann war ein Abend voller Genuss, großer Kochkunst und guten Gesprächen. Das Traditionsevent fand zum 29. Mal statt. In diesem Jahr kamen rund 150 Gäste, um mit den Gastgebern Jörg und Nico Sackmann ein Fest der Aromen zu feiern. Die Gastköche Nelson Müller, Julia Komp und Bobby Bräuer kreierten mit ihnen ein Menü, das zu einem Höhepunkt der regionalen Genusskultur wurde.

 

Für die musikalische Unterhaltung waren „Touch Wood“ aus Ettlingen angereist, die während des Essens unterhielten. Nach dem Champagner Aperitif aus dem Hause Laurent-Perrier und einer Auswahl an raffinierten Amuse-Bouches, die von der Gänseleber bis hin zur extravaganten Gurke viele Überraschungen parat hielten, begrüßte Jörg Sackmann die Gastköche.

Michelin-Stern mit 27 Jahren

Julia Komp erkochte sich bereits mit 27 Jahren ihren ersten Michelin-Stern und wurde zur zweitjüngsten Sterneköchin Deutschlands. Ihre Gerichte erzählen Geschichten von Gewürzmärkten, traditionellen Rezepten und Begegnungen mit Köchen rund um den Globus. „Sie verbindet orientalische und asiatische Einflüsse mit regionalen Produkten und setzt sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Spitzengastronomie ein“, betonte Jörg Sackmann.

Mit Nelson Müller konnte er einen Sternekoch, Sänger und Fernsehstar begrüßen, der nicht nur ein Künstler am Herd ist, sondern sich auch als leidenschaftlicher Soul- und Jazzsänger einen Namen gemacht hat. „Bei ,The Masked Singer‘ belegte er als Nilpferd den dritten Platz. Er ist so gefragt und hat ständig ein großes Programm, dass es wirklich was Besonderes ist, dass er heute bei uns ist“, freute sich Sackmann. Müller entgegnete: „Du und Bobby seid immer meine Vorbilder gewesen. Ich finde es großartig, wie ihr hier im Schwarzwald Gastronomie lebt. Es ist toll, hier hinter die Kulissen schauen zu dürfen.“

Einer der renommiertesten Vertreter der modernen Küche

Das Ensemble der außergewöhnlichen Gastköche komplettierte Bobby Bräuer. Als langjähriger Sternekoch und Küchenchef im „Esszimmer by Käfer“ in der BMW-Welt München gehört er zu den renommiertesten Vertretern der modernen Küche. „Zahlreiche Auszeichnungen schmücken seinen beruflichen Weg. Er hat genau wie ich bei Eckart Witzigmann Station gemacht“, so Sackmann.

Bräuer erklärte: „Ich habe mich Ende letzten Jahres aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und genieße es, an solchen Veranstaltungen wie heute Abend teilnehmen zu können. Für so etwas fehlte mir oft die Zeit.“ Häuser wie das Hotel Sackmann, die als Familienbetrieb geführt werden, gebe es nur noch selten, bedauerte er.

Die passenden Weine

Als Überraschungsgäste konnte Sackmann noch Starköchin Viktoria Fuchs und Rolf Stahlhofen, Mitbegründer der „Söhne Mannheims“, begrüßen.

Im Anschluss ging es zu Tisch, um in entspannter Atmosphäre das Fünf-Gänge-Menü zu genießen. Zu jedem Gang zwei passende Weine servierten die Winzer des Abends: das Weingut Heidi Schröck und Söhne, das Weingut Peter Wagner, Domaine Gresser – Alsace und das Weingut Tenuta Lamole di Lamole aus Italien.

Nelson Müller setzte Jakobsmuschel mit Kaviar und Blumenkohlcouscous in Szene. Foto: Monika Braun

Julia Komp hatte für ihre Vorspeise „Kürbisgarten“ orientalische Gewürze mit Okra, Safran und Kürbis vereint. Nelson Müller hatte Jakobsmuschel mit Kaviar und Blumenkohlcouscous in Szene gesetzt. Bobby Bräuer glänzte mit seinem Hauptgang Reh mit Gewürzkruste. Rambutan mit Ingwer gab es als Vor-Dessert, abgeschmeckt mit „Boar Gin“, dessen Repräsentant Hannes Schmidt eine Gin-Verkostung anbot. „Birne Conference“ mit „Glenmorangie Whisky“ hatten Jörg und Nico Sackmann gezaubert.

Jörg Sackmann zeigt sich zufrieden

„Wir sind froh, dass alles so super gelaufen ist. Obwohl die Gastköche etwas spät da waren, haben wir alles sehr gut hinbekommen“, sagte ein sichtlich entspannter Jörg Sackmann.