Nach einiger Zeit konnte das panische Tier beruhigt und schließlich in einen Anhänger verfrachtet werden. Foto: Privat

Nachdem mehrere Rinder von einer Koppel ausbüxten, verirrte sich eines der panischen Tiere an einen besonders ungeeigneten Ort. Was genau passierte, berichtet Klaus Breisinger aus Balingen.

Was für viele ein ganz normaler Freitag war, war für Klaus Breisinger der Tag, an der ihm etwas äußerst Ungewöhnliches passierte und bundesweit für Aufsehen sorgte: Denn nachdem er mit seinem Fahrrad vom Kraftsport nach Hause kam, stand ein junges Rind im Hof seines Nachbarn. „Ich wollte dann erstmal mein Fahrrad aufräumen, erzählt Breisinger.

Daher stellte er dieses zunächst ab und schloss die Tür zum Keller auf. Darin erkannte das panische Tier jedoch eine ideale Gelegenheit und lief schnurstracks geradeaus in Richtung Keller. „Sie hatte einen richtigen Tunnelblick“, sagt er. Zielgerichtet ging sie die Stufen hinunter und in den Kellerraum.

Dort geriet das Tier jedoch in Panik. „Es hat komplett randaliert und einen riesen Schaden verursacht“, sagt Breisinger. Das verängstigte Tier sprang über Tisch und Stühle, beschädigte die Fliesen und Wände, zertrampelte und zerstörte alles, was ihr unter die Hufen kam.

Polizei konnte Besitzer ausfindig machen

„Ich habe noch versucht, sie von der anderen Seite her wieder aus dem Keller zu bekommen, aber es hat nichts genützt“, erzählt Breisinger. „Beim Bauernhof ging niemand ans Telefon, daher habe ich in meiner Verzweiflung die Polizei angerufen.“

Zuvor bereits mehrfach gesichtet worden

Die wusste auch schon Bescheid, denn zuvor war das Jungrind bereits auf dem Schulhof der Balinger Längenfeldschule gesichtet worden. „Ich habe da angerufen und gesagt: ‚Das ist jetzt kein Witz, aber bei mir ist eine Kuh im Keller.‘“ Die Beamten konnten schließlich auch den Besitzer des ausgebüxten Tieres ausfindig machen.

Kuh will Keller nicht verlassen

Gemeinsam versuchten sie, das Jungtier dazu zu bewegen, den Keller zu verlassen. „Der Bauer hat es geschafft, dass sie sich umdreht“, erzählt Breisinger. „Sonst hätten wir es wahrscheinlich nie geschafft, dass sie wieder rausgeht.“ Denn Rinder können nicht rückwärts laufen, wie er durch den Vorfall gelernt hat.

Schaden bei Versicherung gemeldet

Nach einiger Zeit konnte das Tier aus dem Keller geführt werden und „mit vereinten Kräften in einen Anhänger geschoben und gezogen“ werden.

Den verursachten Schaden hat Breisinger bei der Versicherung gemeldet. „Den Keller muss man jetzt im Prinzip komplett neu machen“, meint er.