Wer künftig auf der städtischen Homepage etwas sucht, soll dank eines Chatbots schneller an die Informationen kommen.
Die Stadt Freiburg macht einen weiteren Schritt für eine noch digitalere Verwaltung: Auf der städtischen Internetseite www.freiburg.de gibt es seit dem 1. Dezember einen neuem KI-gestützten Chatbot, der Bürgern den Zugang zu städtischen Informationen und Dienstleistungen deutlich erleichtern soll.
Wie kann ich mein Auto anmelden? Wann hat das Schwimmbad um die Ecke geöffnet und was läuft am Wochenende im Theater? Der neue Chatbot kann diese und viele andere Fragen schnell und verständlich beantworten. Und das rund um die Uhr, leicht verständlich, barrierefrei und auf vielen Sprachen, zeigt die Stadt die Vorteile der neuen Software auf. Die neue Technik arbeite datenschutzkonform, sammle keine personenbezogenen Daten und werde vollständig in Deutschland gehostet. Verantwortlich dafür ist die Firma Youniquehorns mit Sitz in Ulm.
Chatbot soll auch die Verwaltung entlasten
Freiburg setzt stark auf die Digitalisierung seiner Angebote. Mehr als 300 Anwendungen können Bürger bereits digital erledigen. Dabei geht es vor allem um Service für die Bürgerinnen. Aber auch die Verwaltung profitiert. Wenn Fragen schon vorab geklärt werden oder Vorgänge digital bearbeitet werden können, sorgt das für Entlastung und mehr Kapazitäten für die zahlreichen Aufgaben in der Verwaltung. „Der neue Chatbot ist ein Upgrade für unseren digitalen Bürgerservice. Mit dem neuen Tool kommen die Freiburgerinnen und Freiburger noch leichter an die Informationen rund um die Stadtverwaltung. Das ist ein echter Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Verwaltung, wenn viele Fragen schon online geklärt werden können“, so Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos).
Der Chatbot greift für seine Antworten nur auf Inhalte der städtischen Webseiten sowie städtischer Gesellschaften und Eigenbetriebe zu. Quellen sind neben der städtischen Homepage freiburg.de die Webseiten des Theaters Freiburg, der Freiburger Verkehrs AG (VAG), der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie der Freiburger Stadtbau FSB, die auch für die Schwimmbäder verantwortlich ist. Außerdem wird auf die Homepage der Freiburg Wirtschaft und Touristik und Messe (FWTM) und die Seite „freiburg bewegt“ zurückgegriffen.
Chatbot ergänzt klassische Suchanfrage
Der Chatbot ist dialogfähig, kann Rückfragen Beantworten und auch komplexere Anliegen verarbeiten. Was tut die Stadt für den Klimaschutz oder wie läuft der Ausbau der Radinfrastruktur? Der Chatbot fasst die wichtigsten Informationen dazu zusammen.
Der Chatbot ist direkt auf der Startseite der Stadt zu finden. Er ergänzt die klassische Suchfunktion, die weiterhin verwendet werden kann. Startet man ihn, bekommt man die Info, dass der „Chatverlauf für drei Monate gespeichert wird. Bitte keine personenbezogenen Daten eingeben, der Chatbot beantwortet keine Fragen zu Personen“.
Chatbot spielt To-do-Listen aus
Fragt man beispielsweise, wie man sein Auto ummelden kann, spuckt der technische Helfer nach wenigen Sekunden einen vier-Punkte-Plan aus, den man folgen soll. Neben wichtigen Infos, Kosten und den benötigen Dokumenten sind dort auch die Quellen der Informationen zu sehen.
Und gibt man doch persönliche Daten ein oder stellt eine entsprechende Frage, erscheint der Hinweis, „Entschuldigung, Anfragen mit personenbezogenen Daten können nicht beantwortet werden.“.
Digitalisierung der Stadtverwaltung
Auszeichnung
Freiburg wurde 2023 als digitalste Stadtverwaltungen Deutschlands ausgezeichnet, im Ranking des Branchenverbands bitcom wird Freiburg sehr weit vorne gelistet und bei der der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, der Umstellung auf digitale Bürgerservices, ist die Stadt landesweit auf Platz eins.
Frag Frida
Mit „FragFrida“ gab es auf freiburg.de bereits früher einen Chatbot. Das System basierte jedoch noch auf älteren Technologien – vor dem Durchbruch moderner KI-Modelle. Jetzt hat Freiburg ein Update bekommen.