Vom angestammten Platz in der Stadthalle wollen die Hobbykünstler dem Wildberger Weihnachtsmarkt an den neuen Standort in der Klosteranlage folgen. Quelle: Unbekannt

Der Hobbykünstlermarkt in Wildberg hat eine lange Tradition – seit Mitte der 90er-Jahre im Schulterschluss mit dem Weihnachtsmarkt. Nun ziehen auch die Kunstschaffenden ins Klosterareal um.

Elvira Hauser, die den Markt zusammen mit Uwe Rothenberg organisiert, ist seit 1992 dabei. Die Wildbergerin erinnert sich noch gut an die Anfänge. Seit 1994 findet der Hobbykünstlermarkt jährlich in der Stadthalle statt, am ersten Adventswochenende, wie die Turm-Weihnacht. "Wir haben immer voneinander profitiert, auch wenn die Organisation getrennt war", erzählt Elvira Hauser. Die Künstler hätten sich immer über großen Andrang gefreut, und viele Weihnachtsmarktbesucher machten einen Abstecher in die Stadthalle, stöberten in den handwerklichen Arbeiten und genossen Kaffee und Kuchen, aufgetischt vom CVJM.

Diese Symbiose ist auch der Grund, dass die Kunsthandwerker den Schritt wagen und in diesem Jahr den Schauplatz ihres Marktes wechseln. Sie ziehen mit dem neuen Format der Klosterweihnacht um ins Klosterareal. Zum ersten Mal werden beide Märkte also auch organisatorisch noch enger miteinander verwoben, so Elvira Hauser.

Für die Künstler wird ein beheiztes Zelt vor der Meiereischeune, also direkt am Marktgeschehen, aufgestellt. Sonst sind es etwa 18 bis 20 Stände, in diesem Jahr werden es erstmal nur 13 sein. Einige Aussteller seien zögerlich gewesen, erklärt Hauser, da sie von der Stadthalle nach draußen in ein Zelt umziehen sollten. Auch könne sie den Platz im Zelt noch nicht genau abschätzen. Die Unsicherheit aufgrund der Corona-Beschränkungen tue ein Übriges. "Wir müssen das jetzt erst einmal ausprobieren", sagt Hauser. 2022 werden es dann vielleicht wieder mehr Künstler sein.

So oder so ist ein breites Spektrum geboten. Es werden bekannte und neue Gesichter ihre kunstvollen Arbeiten präsentieren. Die meisten Aussteller kommen aus dem Stadtgebiet, ein paar auch aus der näheren Umgebung. Modeschmuck, Faltsterne aus Transparentpapier, Laubsägearbeiten und Handgestricktes können bestaunt werden. An einem Stand wird es Schmuck aus altem Besteck geben. Besucher dürfen gespannt sein, was sich hinter dem Begriff "Knopfringe" verbirgt. Arbeiten aus Keramik, Häkelfiguren, gefaltete Bücher, mit Blumen und Früchten bemalte Holztafeln, Trockengestecke und Patchwork komplettieren das Markterlebnis. Der CVJM mit seinem Verkauf von Kaffee und Kuchen zieht ebenfalls mit ins Kloster um.

"Wir freuen uns schon auf die neue Location", versichert Elvira Hauser. Ein wenig nervös, wie alles laufen und wie viele Besucher kommen werden, ist sie trotzdem: "Immerhin ist das das erste Mal für uns alle." Vielleicht bekommen die Hobbykünstler am neuen Veranstaltungsort sogar noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als bisher.

Der Hobbykünstlermarkt hat zu den selben Zeiten geöffnet wie die Klosterweihnacht: Samstag, 27. November, von 15 bis 21 Uhr, sowie Sonntag, 28. November, von 11 bis 19 Uhr.