Zur Entlassung von Kantor Jan-Piet Knijff in der Probezeit hat Leser Klaus Andreae aus Schramberg folgende Meinung.
Alles was Ihr tut geschehe in Liebe (1. Korinther 16, 14) – Schön gesagt, aber die Ereignisse um unseren Kantor Jean-Piet Knijff zeigen, dass der Kirchengemeinderat nicht danach handelt. Selbst wenn es in der Zusammenarbeit zwischen dem Gremium und dem Kantor geknirscht hat, darf man in einer christlichen Institution erwarten, dass im Sinne von Paulus, dem Schreiber des Korintherbriefes, gehandelt wird.
Ich hatte in meiner 25-jährigen Tätigkeit als Mitinhaber einer Werbeagentur immer wieder mal Probleme mit Mitarbeitern, immer wurde eine einvernehmliche Lösung gefunden – nie wurde so agiert, wie jetzt im Fall Kantor Knijff.
Schwierige Vakanzen
Auch kann ich gut beurteilen, wie schwierig die Zeiten ohne Pfarrer für den Kirchengemeinderat sind. In meiner 36-jährigen Zeit als Mitglied dieses Gremiums hatte ich drei Vakanzen zu überstehen. Ganz klar: Ein fehlender Pfarrer ist eine schwierige Zeit. Umso mehr muss der Kirchengemeinderat froh darüber sein, dass wenigstens für die Kirchenmusik ein hervorragender Musiker gefunden wurde.
Wenn der neuer Kantor dann klare Vorstellungen zu seiner Arbeit hat, diese mit Nachdruck vertritt, dabei sicher auch aneckt, dabei aber unbestreitbar eine fachlich hervorragende Leistung bringt, darf man ihn doch nicht einfach entlassen! Auch während der Probezeit ist das ein No-Go!
Klaus Andreae SchrambergSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.