Zur Entlassung von Kantor Jan-Piet Knijff in der Probezeit hat Leser Helmut Kraus aus Sulgen folgende Meinung.
Falscher Beschluss
Völlig überrascht habe ich der Tageszeitung entnommen, dass dem neuen Kantor der evangelischen Kirchengemeinde Schramberg-Lauterbach, Jan-Piet Knijff, noch während der Probezeit gekündigt wurde. Als Kündigungsgrund waren „persönliche Differenzen“ genannt. Als Gemeindemitglied ohne Funktion empfinde ich diesen Schritt als außerordentlich bedauerlich, zumal ich seit der Kantorei-Leitung durch Knijff eine deutliche Qualitätszunahme des Chors – der musikalische Kern einer jeden Kantorei - festgestellt habe.
In Ermangelung eines hauptamtlichen Pfarrers seit Mai befindet sich die Kirchengemeinde ohnehin in Not. Und wenn sich diese Kantorei, die sich aufgrund ihres umfangreichen und hochkarätigen Konzertprogramms von einem üblichen Kirchenchor abhebt, mangels qualitativer Leitung auflösen sollte – Sänger sind ohnehin kaum mehr zu gewinnen – wäre das auch für die Gesamt-Kirchengemeinde ein großer Schaden. Bewerber für die vakante Pfarrer-Stelle dürften dann noch schwerer zu finden sein.
Wenn es nicht einmal unter Christen möglich sein sollte, „persönliche Differenzen“ kompromissbereit und tolerant zum Wohle aller Gemeindemitglieder zu bewältigen, wo denn sonst? Setzt euch also zusammen und überdenkt nochmals den meines Erachtens falschen Beschluss.
Helmut Kraus SulgenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.