Die ausgesprochene Kündigung von Jan-Piet Knijff in der Probezeit ist umstritten. Foto: Schwarzwälder Bote

Zur Entlassung von Kantor Jan-Piet Knijff in der Probezeit haben mehrere Mitglieder der Kantorei folgende Meinung.

Bereicherung für die Gemeinde

 

Wir melden uns als Mitglieder der Kantorei zu Wort. Unsere Kirchengemeindeleitung hat bei der Kündigung unseres Kantors Jan-Piet Knijff offensichtlich die davor nötigen Schritte nicht eingehalten.

Wir haben das Glück in der aktuellen Phase der Vakanz einen Kantor zu haben, der äußerst engagiert und mit hohem musikalischen Niveau seinen Dienst versieht.

Er hat in seiner kurzen Zeit in Schramberg neue musikalische Formate eingeführt, wie den „Service of Nine Lessons and Carols“. Dieses Beispiel zeigt, wie Herr Knijff unsere Gemeinde und auch die Stadt bereichert. Der Verein Schramberger Orgelkonzerte hat ihn ausdrücklich eingeladen im Jahresprogramm 2026 zu konzertieren.

Bevor ein Dienstgeber kündigt, sollte er zumindest direkt mit dem Betroffenen alle Möglichkeiten genutzt haben, um die Unstimmigkeiten oder Konflikte zu klären.

Damit kann der Weg für eine gelingende Zukunft geebnet werden. Falls das im direkten Gespräch nicht gelingen sollte, gibt es professionelle Unterstützer, die hinzugezogen werden können.

Leider haben hier weder mit noch ohne Begleitung Gespräche stattgefunden. Das ist extrem verwunderlich und auch ein Armutszeugnis.

Die Kantorei verliert durch diese Entscheidung ihren Dirigent, die Gemeinde verliert neben zusätzlicher Musik im Gottesdienst auch einen hervorragenden Organisten, die Stadt Schramberg einen aktiven Künstler, die VHS einen Kursleiter und die Chancen die Pfarrstelle neu zu besetzen sinken ebenfalls. Es bleibt die Frage, was sich das Leitungsgremium bei dieser Entscheidung wohl gedacht haben mag. Von Weitsicht, Verantwortung für die eigenen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen und Zukunftsperspektive spüren wir jedenfalls wenig.

Wir möchten unseren Kantor behalten. Nicht nur wegen des hohen musikalischen Niveaus und dem Spaß in den Proben mit ihm, sondern auch aus Gründen der Fairness und der Identifikation mit unserer Kirchengemeinde. Wir erwarten zu Recht, dass die fehlenden Gespräche mit ihm zeitnah nachgeholt werden und die Konflikte beigelegt werden.

Klaus Andreae, Susanne Andreae, Elke Brezger, Karl-Heinz Dieterle, Beate Distler, Katrin Harttung, Karin Hettich, Gerda Inderfurth, Raphaele Jusufi-Girodet, Johannes Schubert, Viola Storz, Margit Wagner, Elli Werkmeister, Cornelia Wittwer

Schreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.