Lange war es still um die neue touristische Attraktion, die bei Triberg entstehen soll. Nun – sechs Jahre, nachdem das Projekt erstmals vorgestellt wurde – geht es weiter. Dass das so lange gedauert hat, stößt auch den Räten bitter auf.
Das Kuckuckland – 2018 stellte Thomas Weisser sein neuestes Projekt erstmals vor: Ein Themenpark mit Wegenetz und verschiedenen Installationen an der Bundesstraße 33 und dem Flüsschen Gutach. Hier liegt das „Haus der 1000 Uhren“ der Eheleute Weisser und hier befindet sich bereits eine Fußgängerbrücke hinüber zum Westufer der Gutach.
Bis zum Franz-Göttler-Weg soll die neue touristische Attraktion gehen. Und nun, ziemlich genau sechs Jahre später, konnte das Gremium den zweiten Akt der Aufstellung eines Bebauungsplans – der mit einer Änderung des Flächennutzungsplans einhergeht – einsehen und die in der ersten Offenlage eingegangenen öffentlichen und privaten Belange untereinander und gegeneinander abwägen.
Nachdem man kurz über die Problematik eines „HQ 100“-Hochwassers, also eines Jahrhundert-Hochwassers der Gutach diskutiert hatte, beschloss der Gemeinderat der Wasserfallstadt einstimmig über die im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen.
In einem zweiten Schritt billigte man den vorgelegten Entwurf des Bebauungsplans und beschloss nun die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange.
Übergeordnete Bürokratie
Klaus Wangler (CDU) begrüßte ein weiteres touristisches Highlight, das seine Fraktion unbedingt unterstütze. Untragbar befand er, dass übergeordnete Behörden sechs Jahre gebraucht hätten, um darüber zu entscheiden. „Wir ersticken in Bürokratie“, war seine Meinung. Aus dem Ortschaftsrat Gremmelsbach berichtete Helmut Finkbeiner (FWV), dass man im Rahmen eines Umlaufbeschlusses ebenfalls das Einvernehmen erteilt habe.
Susanne Muschal (SPD) meinte, dass sich wohl alle einen Abbau der Bürokratie wünschen. Auch die SPD begrüße das Vorhaben, sah allerdings die Problematik des Hochwassers. „Wir sind in Kontakt mit den übergeordneten Behörden, im nächsten Schritt wird nun das Amt für Wasser- und Bodenschutz seine Meinung kundtun“, erfuhr sie dazu von Bauamtsleiter Alexander Kutzner.