Die Gemeinde Dormettingen fordert eine Alternative zum KSK-Gelände Waldhof. Foto: Mollenkopf

Die Gemeinde Dormettingen wird die Bürgerinitiative Waldhof unterstützen, die sich gegen das KSK-Absprunggelände auf dem Waldhof einsetzt. Sie verlangt auch detaillierte Informationen.

Dormettingen - Bürgermeister Anton Müller verwies in der Gemeinderatssitzung auf den Überflug einer Maschine des Typs Airbus A 400M über das künftige Militärgelände. Dabei habe man einen Eindruck erhalten können, welche Lärmbelastungen zu erwarten seien. Gleichwohl vermisse die Gemeinde weitere Informationen von Seiten des Landes und der Bundeswehr.

Ersatzflächen für Holcim-Abbau eingeschränkt

Vertreter der Bürgerinitiative machten in der Sitzung deutlich, dass sie diese Pläne ablehnen aus Gründen der Vernichtung wertvollen Ackerbodens sowie der Abholzung von Wald, der Existenzgefährdung landwirtschaftlicher Betriebe, der Lärmbelastung und der Zerstörung archäologischer Funde im Boden. Müller wies auf eine schriftliche Vereinbarung mit dem Regionalverband Neckar-Alb hin, "der zufolge die Firma Holcim weitere Explorationsuntersuchungen vornehmen soll, um bei der nächsten Fortschreibung des Regionalplans Ersatzgelände für das Hardtwaldgebiet ausweisen zu können. Durch ein Ausweisen der Staatsdomäne Waldhof als Absetzgelände werden mögliche Ersatzflächen weiter eingeschränkt".

Resolution gebilligt

Einstimmig billigten die Dormettinger Räte einen Beschlussantrag des Bürgermeisters. Darin fordert er, dass neben der Staatsdomäne Waldhof noch "andere Alternativen als Absetzgelände ernsthaft in einem transparenten und objektiven Verfahren geprüft und die Gutachten und Ergebnisse dieser Prüfungen sowie die der Entscheidung zu Grunde liegende Matrix der Öffentlichkeit voll umfänglich zugänglich gemacht werden". Die Planungen und Ergebnisse dieser Prüfungen sowie die der Entscheidung zu Grunde liegende Matrix sollten der Öffentlichkeit voll umfänglich zugänglich gemacht werden.

Zweite Forderung: "Noch offene Fragen in Bezug auf die Staatsdomäne Waldhof als Absatzgelände insbesondere zur landwirtschaftliche Nutzung, zur Lärmbelästigung durch den Flugverkehr sowie zu den sonstigen Umwelt Auswirkungen sollten möglichst rasch gutachterlich geklärt und gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert werden."